Die neue ISO 14001: Veröffentlichung wird im März 2026 erwartet
Anfangs ging es der ISO nur um einige wenige geplanteÄnderungen derISO 14001– dann wurden jedoch von Experten weltweit über 400 Kommentare zur Revision eingereicht. Der Expertenaustausch zum Entwurf der ISO 14001 (DIS) ist inzwischen abgeschlossen, die finale Version wird Anfang des Jahres erwartet. Nach Aussage von Experten der ISO-Arbeitsgruppe sind die Änderungen zwischen dem Entwurf (DIS) und dem finalen Entwurf (FDIS) geringfügig und der geplanten Verabschiedung des revidierten Standards Ende März 2026 steht nichts im Wege.
Was ist neu in der revidierten ISO 14001
Der genaue Wortlaut steht noch nicht final fest, folgende Themen sind jedoch im Fokus:
Angepasste Struktur: Seit der Revision derUmwelt– undQualitätsmanagementsystemevon 2015 hat man sich an die grundlegende Struktur der ISO-Norm gewöhnt: High Level Structure (HLS) mit ihren 10 Kapiteln und festdefinierten Textblöcken und Begriffen. Aber nichts ist für immer: Auch die HLS wurde nach der Probephase etwas angepasst und wird nun als Harmonised Structure (HS) bezeichnet. Im neuen Standard ISO 14001:2026 kommt diese Struktur mit allen Schwerpunkten der Anpassungen zur Geltung.
InhaltlicheÄnderungen: Die Entwürfe deuten darauf hin, dass neben dem Thema Klimawandel, das seit Oktober 2024 zu einem obligatorischen Element der Kontextanalyse für die ISO 14001 geworden ist (ISO 14001:2015-Amd 1), nun auch andere Umweltthemen wie die Verfügbarkeit von Ressourcen oder die biologische Vielfalt in der gesamten Wertschöpfungskette eine deutlich größere Rolle spielen als zuvor.
Änderungen im Betrieb und Management, Notfälle und Katastrophenmanagement und weitere relevante Themen rücken in den Blick und sind Grundlage für eine tiefere Risikoanalyse und das bewusste Wahrnehmen von Chancen: alles Schlüsselpunkte der neuen ISO 14001:2026.
Mit der Revision 2026 erfolgt eine bessere Integration derISO 14001undISO 9001, nicht nur bezüglich der Struktur der Norm, sondern insbesondere bei der Verknüpfung der Kontinuität des eigenen Geschäfts mit Umweltthemen: Von der gut vertrauten Analyse der Auswirkungen des Geschäfts auf die Umwelt (inside-out) hin zur Analyse der Einwirkungen der Umweltthemen auf das Geschäft (outside-in).
Wissenstransfer
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