Die marokkanische Polizei – ein wichtiger Partner der Vereinigten Staaten bei der Zerschlagung zweier grenzüberschreitender krimineller Netzwerke

Die Generaldirektion für nationale Sicherheit und die Generaldirektion für Territorialüberwachung (DGSN-DGST) Marokkos leisteten neben den US-Behörden der DEA und zahlreichen anderen internationalen Behörden einen entscheidenden Beitrag zu diesen Operationen.
Waffenhandel zugunsten eines mexikanischen Kartells:
Peter Dimitrov Mirchev, ein aus Spanien ausgelieferter bulgarischer Staatsangehöriger, und Elisha Odhiambo Asumo, ein am 11. März 2026 aus Marokko ausgelieferter kenianischer Staatsangehöriger, sind vor einem US-Bundesgericht erschienen. Ihnen wird vorgeworfen, im Rahmen eines Kokainhandels eine Verschwörung angezettelt zu haben, um dem Kartell Jalisco Nueva Generacion (CJNG) Waffen in Militärqualität zu liefern. Ihr tansanischer Komplize wurde in Ghana festgenommen und ausgeliefert, während ein vierter Verdächtiger weiterhin auf der Flucht ist.
Die Ermittlungen mündeten am 8. April in eine gemeinsame Operation, die zur gleichzeitigen Festnahme der drei Verdächtigen in Marokko, Spanien und Ghana führte. Die marokkanischen Behörden spielten über die DGSN und die DGST eine Schlüsselrolle bei der Festnahme und Auslieferung des kenianischen Staatsangehörigen.
Verschwörung zum Drogenhandel und Terrorismus in Verbindung mit dem ehemaligen syrischen Regime:
Antoine Kassis, ein 59-jähriger Mann mit libanesisch-syrischer Doppelstaatsbürgerschaft, wurde von einem Bundesgericht wegen Verschwörung zum Drogenhandel und Terrorismus sowie wegen materieller Unterstützung einer als terroristisch eingestuften ausländischen Organisation, der Nationalen Befreiungsarmee (ELN). Kassis nutzte seine familiären Verbindungen zum ehemaligen syrischen Präsidenten und seinen Zugang zum Assad-Regime, um einen Tausch von Kriegswaffen gegen Hunderte Kilogramm Kokain zu orchestrieren.
Seine Festnahme und Auslieferung aus Kenia im Mai 2025 wurden durch eine enge internationale Zusammenarbeit ermöglicht. Die Generaldirektion für nationale Sicherheit Marokkos (DGSN) leistete neben den kolumbianischen, ghanaischen, kenianischen und amerikanischen Behörden wesentliche Unterstützung bei diesen Ermittlungen.
Drohende Strafen:
Im Fall des Waffenhandels droht den Angeklagten eine Mindeststrafe von zehn Jahren Freiheitsentzug, die bis zu lebenslanger Haft reichen kann. Antoine Kassis, dessen Urteil am 2. Juli verkündet wird, drohen mindestens zwanzig Jahre Haft. Diese beiden Fälle sind Teil der Operation\“Take Back America\“, einer nationalen Initiative des Justizministeriums zur Zerschlagung von Kartellen und transnationalen kriminellen Organisationen.
Die stellvertretenden Staatsanwälte Anthony T. Aminoff, Kristin S. Starr und Edgardo J. Rodriguez sind für die Strafverfolgung zuständig.
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