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Die letzte Wildnis an der Donau (FOTO)

 


SWR Fernsehen zeigt Dokumentarfilm über den Nationalpark Donauauen
östlich von Wien / zu sehen am 23. Juni 2019, 20:15 Uhr

Alles fließt, alle Dinge sind ständigem Wandel unterworfen. Das
gilt besonders für die Auen, in denen die Kraft des Wassers noch
Lebensräume gestalten kann. Diese Dynamik ist in Zeiten begradigter
und befestigter Flüsse eine große Seltenheit. Die Donauauen östlich
von Wien bergen eine solche letzte Wildnis am Strom, seit 1996 sind
sie durch einen Nationalpark geschützt. Die Dokumentation \“Wildnis am
Strom – Nationalpark Donauauen\“ widmet sich dieser Landschaft entlang
der Donau und zeigt ihre jahrhundertealte Entstehungsgeschichte. Zu
sehen am 23. Juni um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen.

Einzigartige Flussdynamik in Mitteleuropa Zerstörung und Aufbau,
Werden und Vergehen sind unabdingbare Bestandteile und Grundlage für
Auenlandschaften. Das gilt auch für jene entlang der Donau zwischen
Wien und Bratislava. Die dort liegenden Donauauen bergen die letzte
Wildnis am Strom, das Wasser hat noch freien Lauf und kann die
Landschaft gestalten: Hochwasser hinterlassen frisch angerissene
Steilufer, neue Schotterbänke und Inseln wachsen aus dem Strom,
Wälder werden abgetragen und entstehen neu. Diese in Mitteleuropa
einzigartige Flussdynamik östlich von Wien ist eine große
Kostbarkeit, eine Flussdynamik, wie sie sonst in Mitteleuropa nicht
mehr zu finden ist.

Nationalpark schützt die außerordentliche Landschaft Seit 1996 ist
diese außerordentliche Landschaft durch einen Nationalpark geschützt.
Die Lebensader des Nationalparks ist die Donau. Auf über 36
Kilometern Länge kann sie hier noch frei fließen, neben der Wachau
die letzte freie Fließstrecke in Österreich. Beeindruckend ist die
Vielfalt der Lebensräume, die hier zu finden ist, und außergewöhnlich
ist die Zahl der Tiere, die hier überleben können: Eisvögel brüten in
den Steilufern, Regenpfeifer auf den Schotterbänken und Seeadler im
Auwald. Die Altarme sind von Sumpfschildkröte und Biber besiedelt und
im Unterholz ziehen Rothirsche ihre Jungen groß.

Die Au ist wieder mit dem Strom verbunden Der Film zeigt, was sich
in den vergangenen Jahrhunderten am Fluss verändert hat: Die Donau
wurde begradigt und befestigt, viele Nebenarme wurden vom Strom
abgeschnitten. Es bestand und besteht die Gefahr, dass der Auwald
austrocknet, die Altarme verlanden und die Au stirbt. Die
Gewässerdynamik der Donau selbst jedoch blieb erhalten und das ist
die große Chance für das Schutzgebiet. Seit der Gründung des
Nationalparks im Jahr 1996 wurde daher versucht, die Au wieder
stärker an die Donau anzubinden: Ufer wurden rückgebaut, Altarme
miteinander verbunden, Treppelwege gesenkt. Diese Maßnahmen zeigen
Wirkung, die Au ist heute wieder mit dem Strom verbunden.

Sendung:

\“Wildnis am Strom – Nationalpark Donauauen\“, 23. Juni 2019, 20:15
Uhr, 90 Minuten, SWR Fernsehen

Informationen, kostenfreies Bildmaterial und weiterführende Links
unter: http://swr.li/swrfernsehen-doku-nationalpark-donauauen

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel. 07221 929 22285,
grit.krueger@swr.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 28. Mai 2019.

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Categories: Bilder, Bildung & Beruf

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