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\“Die Kostenträger schulden jetzt jeder Pflegefachkraft mehrere hundert Euro\“ / bpa fordert Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern auf, Gehaltssteigerungen in der ambulanten Pflege zu ermöglichen

Pflegekräfte in Mecklenburg-Vorpommern spüren die
Blockadestrategie der Krankenkassen in den aktuellen
Vergütungsverhandlungen für die ambulante Pflege nun negativ auf dem
eigenen Bankkonto. \“Weil sich die Krankenkassen einer Einigung
verweigern, konnten die geplanten deutlichen Lohnsteigerungen für die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in privaten ambulanten
Pflegediensten nicht umgesetzt werden. Die Kostenträger schulden
jeder Pflegefachkraft schon jetzt mehrere hundert Euro\“, rechnet der
Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer
Dienste e. V. (bpa) Michael Händel vor.

Der Verband der privaten Pflegedienste hat in seiner
Arbeitsvertragsrichtlinie deutliche Gehaltssteigerungen für die
Pflegekräfte vorgesehen und ist deshalb mit allen Krankenkassen in
Verhandlungen gegangen. \“Damit würde die jährliche Vergütung für jede
Pflegefachkraft um mindestens 3.000 Euro steigen – ein Plus von rund
10 Prozent. Dazu müssen sich allerdings auch die Vergütungen für die
einzelnen Leistungen in der ambulanten Pflege um etwa den gleichen
Prozentsatz erhöhen\“, so Händel. Ein Beispiel: Die Verabreichung
einer Insulinspritze bei einem Patienten würde dann mit 4 Euro statt
bisher mit 3,66 Euro berechnet.

In mehreren Verhandlungsrunden stimmten die Kassenvertreter
allerdings keinerlei Erhöhungen zu und verhindern damit die
Lohnsteigerungen. \“Wir müssen uns anhören, dass es in der
Vergangenheit doch auch funktioniert habe\“, ärgert sich der
bpa-Landesvorsitzende. \“In einer Zeit, in der die gesamte Politik die
Bedeutung der Arbeit von Pflegekräften und deren Wertschätzung
bekundet und an einer Attraktivitätssteigerung in der Pflege
arbeitet, ist das ein Schlag ins Gesicht unserer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter.\“

Während sich die Unternehmen ins Zeug legten, um für ihre
engagierten Teams höhere Löhne zu ermöglichen, stünden die
Krankenkassen auf der Bremse. Dies gefährde den gesellschaftlich
akzeptierten Plan, die Pflege attraktiver zu machen, so Händel. \“Die
Politik wird sich bald fragen lassen müssen, wie lange sie der
Blockade ihrer guten Pläne für die Pflege durch die Kostenträger noch
zusehen möchte. Seit über drei Monaten werden wir und nun auch die
Schiedsperson hingehalten. Angeblich kann vor Ende September kein
Vertreter der Kostenträger am Schiedsverfahren teilnehmen.\“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon mehr
als 500 in Mecklenburg-Vorpommern) die größte Interessenvertretung
privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland.
Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der
Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater
Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen
die Verantwortung für rund 335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000
Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 26,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Sven Wolfgram, bpa-Landesbeauftragter, Tel.: 0172/415
49 35, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

Posted by on 26. Juni 2019.

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Categories: Vermischtes

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