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Der Faszinierende Tanz des Blaufußtölpel

Reisende, die es bald auf eine Kreuzfahrt zu den Galapagos-Inseln verschlägt, wissen wahrscheinlich schon, dass der Archipel viele einzigartige Erlebnisse zu bieten hat. Naturliebhaber erwarten Begegnungen mit Riesenschildkröten, eine Besichtigung der Galapagosalbatrosse und einen schnellen Blick auf die roten Klippenkrabben, um nur ein paar zu nennen. Wer aber die Gelegenheit bekommt, den faszinierenden und dynamischen Paarungstanz der Blaufußtölpel, Sula nebuxii, zu sehen, darf sich das Vergnügen auf keinen Fall entgehen lassen.

Die Vögel können rund um die Inselgruppe gesichtet werden (etwa die Hälfte der Art ist auf den Galapagos-Inseln beheimatet), aber sind auf den Inseln Daphne, Espagnola, San Cristobal und Isabela besonders häufig. Während einer Kreuzfahrt zu den Galapagos-Inseln ist es oft möglich, Erstzeuge des Paarungstanzeszu sein; die Wahrscheinlichkeit einer Sichtung ist jedoch jahreszeitbedingt.

Der Blaufußtölpel

Es ist offensichtlich, wie diese schrullig aussehenden Vögel zu ihrem Namen gekommen sind – und sie tragen ihre himmelblauen Schwimmhäute mit Stolz und Freude! Die Tiere sind ansonsten optisch nicht besonders hübsch: Ihr weiß-braunes Gefieder ist nicht sehr eindrucksvoll – dafür sind die Füße aber ein richtiger Hingucker. Während des Tanzes werden Sie mit großer Souveränität dem Weibchen präsentiert. Es gilt: je blauer die Füße des Männchens, umso attraktiver wirkt er.

Das Paarungsritual

Sind die Blaufußtölpel erst ein Paar geworden, bleiben sie meist ein Leben lang zusammen. Die Begattung findet meistens saisonal statt. Allerdings ist es auch nicht ungewöhnlich, wenn die Vögel sich das ganze Jahr über zu verschiedenen Zeiten paaren. Die Umwerbung ist ein aufwändiger und sehr energieraubender Prozess.
Der englische Name der Vögel – „Blue-footedBooby“ – findet seinen Ursprung im Spanischen. „Bobo“ bedeutet so viel wie Dummkopf und bezieht sich auf ihren eher ungeschickten Watschelgang an Land. Bei der Paarung beweisen die Vögel aber das Gegenteil.

Das Männchen beginnt mit einem langsamen, bewussten Herumstolzieren, bei dem es die Füße bei jedem Schritt so hoch wie möglich hebt, bevor es aufstampft. Für Menschen mag das Ganze zwar komisch aussehen, aber ist ein wichtiger Teil des Rituals, bei dem es seine Kraft und Dominanz zum Ausdruck bringt.

Als nächstes folgt das so genannte „Skypointing“, bei dem das Männchen seinen Kopf dramatisch kippt und seinen langen Schnabel himmelwärts aufrecht positioniert, wobei der Schwanz ebenfalls aufgerichtet ist. Die Flügel werden breit aufgespannt (die Flügelspannweite kann bis zu eineinhalb Meter erreichen). Während des Tanzes werden wiederholt schrille Pfeifgeräusche ausgestoßen.

Während es umworben wird, kann das Weibchen auch in den Tanz einsteigen. Ein Ritual beginnt, sie stolzieren gemeinsam und von Zeit zu Zeit berühren sich die Schnäbel des Pärchens. Manchmal ordnen die Vögel auch Steine und Zweige auf dem Boden zwischen ihnen an.

Da sich die Männchen und Weibchen sehr ähnlich sehen, kann man sie am besten durch ihre unterschiedlichen Größen auseinanderhalten (die Weibchen sind größer). Außerdem gibt sich der männliche Blaufußtölpel deutlich mehr Mühe, um seine Partnerin zu umgarnen.

Übrigens: die blauen Füße des Vogels sind nicht nur hübsch, sondern auch praktisch. Sie dienen dazu, die Eier während des Brütens warmzuhalten. Später wärmen sie dann die frisch geschlüpften Küken. Das Nisten, sowie das Aufziehen der Jungtiere, teilen sich beide Geschlechter.

Erleben Sie den Tanz des Blaufußtölpels auf einer Kreuzfahrt zu den Galapagos-Inseln

Für Naturliebhaber, die das Archipel auf die erfreulichste Art und Weise erkunden möchten, ist eine organisierte Kreuzfahrt zu den Galapagos-Inseln mit einer kleinen Gruppe genau das richtige. Zusammen mit einem erfahrenen Naturführer können Teilnehmer Begegnungen mit dem Tierreich aus nächster Nähe genießen und bekommen die Möglichkeit, den Paarungstanz der Blaufußtölpel mitzuerleben.

Posted by on 25. September 2017.

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Categories: Urlaub & Reisen

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