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Clever Tanken: Corona und „Ever Given“ treiben Kraftstoffpreise im März nach oben

 

Ein Barrel (159 Liter) der für Deutschland relevanten Nordseeölsorte Brent kostete im vergangenen Monat zeitweise über 69,60 US-Dollar – so viel wie zuletzt im Januar 2020. „Auf der einen Seite belasteten im März die Sorgen über das schleppende Impftempo in mehreren europäischen Ländern und die Angst vor neuen Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie den Ölpreis. Auf der anderen Seite wurde er dadurch gestützt, dass der Erdölverbund Opec+ vorerst erneut auf eine Ausweitung der Fördermengen verzichtet. Auch die positiven Konjunkturdaten aus China und das im Suezkanal havarierte Containerschiff „Ever Given“ verteuerten das Rohöl. Diese und weitere Ereignisse haben dazu beigetragen, dass Autofahrer hierzulande mal mehr, mal weniger tief ins Portemonnaie greifen mussten. Das dürfte sich aufgrund der aktuell angespannten Lage rund um die COVID-19-Pandemie in den kommenden Wochen nicht ändern“, sagt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken.

Die Kraftstoffpreise im März

Die Kraftstoffpreise legten im März nicht nur gegenüber dem Vormonat zu, auch gegenüber dem Vorjahresmonat zeigte sich eine deutliche Differenz. So kostete Super E10 im Mittel rund 17 Cent pro Liter mehr als im März 2020 (1,2785 Euro) und Diesel rund 16 Cent mehr als vor einem Jahr (1,1493 Euro).

Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 zahlten Autofahrer im März durchschnittlich 348,34 Euro. Das waren rund 14,83 Euro mehr als im Februar dieses Jahres und rund 41,50 Euro mehr als im März 2020. Dieselfahrer zahlten für dieselbe Menge im Bundesschnitt 314,83 Euro – und damit etwa 9,65 Euro mehr als im Vormonat und 39 Euro mehr als im Vorjahresmonat.

Der Preisunterschied zwischen Super E10 und Diesel lag im März bei 0,1396 Euro pro Liter. Damit hat sich die Benzin-Diesel-Schere gegenüber Februar (0,1180 Euro) um rund 2 Cent vergrößert. Zuletzt höher war der Unterschied im November 2020 mit 0,1468 Euro gewesen.

Der günstigste Super-E10-Tanktag im März war am ersten Tag des Monats mit 1,4290 Euro pro Liter im Bundesschnitt. Der Liter Diesel war am 25. März mit 1,2950 Euro am preiswertesten. Der teuerste Tanktag war hingegen für beide Kraftstoffsorten Sonntag, der 14. März, mit 1,4720 Euro pro Liter Super E10 und 1,3280 Euro pro Liter Diesel. Diesel hatte zudem bereits tags zuvor ebenso viel gekostet.

Städteranking: Bonn zum zehnten bzw. elften Mal unter den günstigsten Benzin- und Dieseltankstädten

Wie in den Monaten zuvor gab es beim monatlichen Preisvergleich der 20 größten deutschen Städte von Clever Tanken auf den Polepositions keine Überraschungen. In der Kategorie der günstigsten Super-E10-Tankstädte erreichte Bonn mit durchschnittlich 1,4159 Euro pro Liter Platz eins. Damit schaffte es die Bundesstadt zum zehnten Mal nacheinander auf einen der beiden vorderen Plätze in dieser Kategorie und davon zum neunten Mal auf Platz eins. Hinter Bonn folgten im März Duisburg (1,4223 Euro) und Dortmund (1,4290 Euro). Am teuersten war Super E10 hingegen in Wuppertal (1,4825 Euro), Frankfurt am Main (1,4798 Euro) und Stuttgart (1,4688 Euro). Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 zahlten Autofahrer damit im teuren Wuppertal rund 355,80 Euro – etwa 15,98 Euro mehr als in Bonn.

Die drei vorderen Plätze unter den günstigsten Dieseltankstädten belegten im März Bonn (1,2776 Euro), Dresden (1,2896 Euro) und Leipzig (1,2913 Euro). Bonn schaffte es damit zum elften Mal nacheinander unter die Top drei der günstigsten Dieseltankstädte der Republik – neunmal davon auf Platz eins. Am teuersten war Diesel hingegen in Frankfurt am Main (1,3386 Euro), Stuttgart (1,3333 Euro) und Wuppertal (1,3298 Euro).

Ausblick

„Wie sich die Kraftstoffpreise im April entwickeln werden, hängt von vielen sich teilweise gegensätzlich auswirkenden Faktoren ab“, sagt Steffen Bock. Unter anderem wird die Opec+ am heutigen Gründonnerstag erneut darüber beraten, ob sie die seit Monaten künstlich reduzierten Fördermengen wieder ausweitet oder auf dem niedrigen Niveau hält, um den Ölpreis weiterhin zu stützen. Darüber hinaus sprechen die Wachstumsaussichten für die großen Volkswirtschaften USA und China für eine höhere Rohölnachfrage – und damit steigende Preise. Zudem nimmt die Impfgeschwindigkeit weltweit an Fahrtwind auf und gibt Investoren damit Grund zur Hoffnung auf eine Erholung der Märkte, was die Preise ebenfalls treibt. Gegen steigende Rohölnotierungen spricht wiederum, dass die Impfungen in vielen europäischen Ländern schleppend laufen, was dort die Erholung der Wirtschaft belastet. Das könnte nicht zuletzt durch die neuesten Entwicklungen rund um das Vakzin AstraZeneca noch verschärft werden. Hinzu kommt, dass einige Länder aufgrund der dritten Pandemie-Welle in Verbindung mit neuen Coronavirus-Mutationen über verschärfte Lockdowns diskutieren – oder wie Frankreich bereits erneut im Lockdown sind“, erläutert Bock.

Der Experte empfiehlt Autofahrern daher, die Kraftstoffpreise entlang ihrer geplanten Fahrtroute stets via App, Navigationsgerät oder dem Internet zu vergleichen. So sparen sie bei steigenden wie bei fallenden Preisen und kurbeln zudem den Wettbewerb unter den Anbietern an. Beachten sollten sie dabei die teils enormen Sprünge im Tagesverlauf und zwischen den Anbietern. Günstige Tankzeiten bieten sich oft im Zeitraum zwischen 8 und 10 Uhr, 12 und 13 Uhr und ab 18 Uhr am Abend.

Posted by on 1. April 2021.

Categories: Bilder, Vermischtes

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