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– China muss Ernst machen mit Marktöffnung – Joint-Venture-Zwang nicht mehr zeitgemäß – Austausch mit Merkel und Li im Rahmen des Deutsch-Chinesischen Beratenden Wirtschaftsausschusses

„China muss Ernst machen mit seiner Marktöffnung.
Der 20-Punkte-Plan der chinesischen Regierung vom Januar darf nicht
nur ein Marketinginstrument bleiben, mit dem sich China einem
internationalen Publikum als Promoter offener Märkte in Zeiten eines
wachsenden Protektionismus präsentiert. Es ist nun an China, konkrete
Vorschläge zur Realisierung des Plan zu liefern, dazu gehören etwa
eine einheitliche Umsetzung von Richtlinien und Gesetzen oder die
Gleichbehandlung ausländischer Unternehmen bei öffentlichen
Ausschreibungen.“ Das sagte Hubert Lienhard, Vorsitzender des
Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA), am Mittwoch
in Berlin anlässlich des erstmals in Berlin tagenden vierten
Deutsch-Chinesischen Beratenden Wirtschaftsausschuss (DCBWA) mit
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Ministerpräsident Li
Keqiang.

„Der deutsche Markt steht ausländischen Investitionen gegenüber
weitestgehend offen. Das ist auch gut so, denn ausländische
Investitionen kommen uns allen zugute. In China wird diese Offenheit
jedoch bisher nicht in gleichem Maße erwidert, diese Asymmetrie ist
ein Problem“, sagte Lienhard. Der APA fordert die Gleichbehandlung
ausländischer Unternehmen in China. Dazu gehöre unter anderem eine
Aufhebung des Joint-Venture-Zwangs in mehreren Branchen. Außerdem
würden ausländische Firmen bei der öffentlichen Auftragsvergabe
benachteiligt. Auch Protektionismus bei langwierigen Prüfverfahren,
Einfuhrquoten oder Kaufpreissubventionen erschwere die Zulassung
ausländischer Produkte und Dienstleistungen.

Über den DCBWA:

Im DCBWA treffen führende deutsche und chinesische Unternehmer
zusammen und beraten gemeinsam mit den Regierungschefs Chinas und
Deutschlands über die Verbesserung des Marktzugangs in beiden
Ländern. Der Ausschuss wurde im August 2012 im Rahmen der zweiten
Deutsch-Chinesischen Regierungs-konsultationen beschlossen. Der DCBWA
tagte zuletzt im Juni 2016 in Beijing. Die Sitzung des DCBWA am
Donnerstag anlässlich des Deutschland-Besuchs von Premierminister Li
Keqiang ist die erste in Deutschland.

Über den APA:

Der Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ist das
Sprachrohr der deutschen Asienwirtschaft im Dialog mit der Politik in
Deutschland und in den asiatisch-pazifischen Partnerländern. Der APA
bündelt die asienbezogenen wirtschaftspolitischen Interessen
deutscher Unternehmen. Angestrebt werden die Intensivierung der
Zusammenarbeit mit den Ländern der Asien-Pazifik-Region und die
Förderung von Handel und Investitionen in beide Richtungen.

Ansprechpartner:

Friedolin Strack Sprecher der Geschäftsführung und Koordinator
Deutschland Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (APA)
Mobil: +49 173 912 7070 E-Mail: f.strack@bdi.eu

Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
Email: presse@bdi.eu
Internet: http://www.bdi.eu

Original-Content von: BDI Bundesverband der Dt. Industrie, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 31. Mai 2017.

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Categories: Industrie, Vermischtes

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