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BWTrend: Wachsende Kritik an Fahrverboten / Grüne deutlich vor CDU / Verluste für AfD

Umfrage im Auftrag von Südwestrundfunk (SWR) und
Stuttgarter Zeitung.

Stuttgart. Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge wie sie seit
Anfang des Jahres in Stuttgart gelten, werden von der
baden-württembergischen Bevölkerung zunehmend kritisch gesehen. Im
neuen BWTrend von SWR und Stuttgarter Zeitung äußern mehr als zwei
Drittel (68 Prozent) der Befragten, solche Fahrverbote gingen in die
falsche Richtung. Nur eine Minderheit von 25 Prozent findet hingegen,
dass solche Regelungen in die richtige Richtung gehen. Dies ist ein
deutlicher Stimmungsumschwung gegenüber des letzten BWTrends im
September 2018. Damals, noch vor Inkrafttreten des Fahrverbots in
Stuttgart, hatten sich Befürworter (46 Prozent) und Gegner (50
Prozent) in etwa die Waage gehalten. Selbst bei den Anhängern der
Grünen, die im Herbst mit 68 Prozent noch die stärksten Verfechter
von Fahrverboten waren, sprechen jetzt nur noch 40 Prozent von einem
richtigen Weg, 54 Prozent stehen der Regelung inzwischen ablehnend
gegenüber.

Der BWTrend ist eine repräsentative Umfrage von Infratest dimap im
Auftrag des SWR und der Stuttgarter Zeitung. Das Berliner
Meinungsforschungsinstitut hat dafür im Zeitraum vom 20. bis 26. März
1.002 Wahlberechtigte in Baden-Württemberg telefonisch befragt.

Sonntagsfrage zur Landtagswahl:

Grüne jetzt deutlich vor CDU, deutliche Verluste für die AfD Wäre
bereits am kommenden Sonntag wieder Landtagswahl, lägen die Grünen
laut neuem BWTrend bei 32 Prozent (+3). Im Vergleich zum letzten
BWTrend im September könnten sie ihren Vorsprung vor der CDU, die
unverändert 28 Prozent erreicht, auf vier Punkte ausbauen. Die SPD
käme leicht verbessert auf 12 Prozent (+1). Die AfD hingegen würde
aktuell nur noch 11 Prozent erreichen, ein deutliches Minus von vier
Punkten gegenüber September. Die FDP käme mit einem Zugewinn von 2
Punkten auf 9 Prozent. Die Linke würde mit aktuell 4 Prozent (-3) den
Einzug in das Landesparlament nicht schaffen. Alle anderen Parteien
kämen zusammen auf 4 Prozent.

Kretschmann weiterhin sehr populär

Ministerpräsident Winfried Kretschmann bleibt der mit Abstand
populärste Politiker in Baden-Württemberg. Mit seiner Arbeit sind
knapp drei Viertel der Bürgerinnen und Bürger zufrieden bzw. sehr
zufrieden (72 Prozent, -3 im Vergleich zu September 2018). Kein
anderer Ministerpräsident in Deutschland ist derzeit in seinem
Bundesland populärer als Kretschmann in Baden-Württemberg.

Erheblich weniger Zustimmung erfahren der CDU-Landesvorsitzende
und Innenminister Thomas Strobl (37 Prozent, +2) und die
Fraktionsvorsitzenden Andreas Stoch, SPD, (18 Prozent, +1),
Hans-Ulrich Rülke, FDP, (16 Prozent, +4) und Bernd Gögel, AfD, (8
Prozent, +2), die ihre jeweiligen Werte aber alle verbessern können.

Wenn die Menschen in Baden-Württemberg den Ministerpräsidenten
direkt wählen könnten, würden sich 63 Prozent für Winfried
Kretschmann (-4 im Vergleich zu September) und 17 Prozent für Thomas
Strobl (+3) entscheiden. Der Abstand der beiden verringert sich damit
um sieben Punkte.

Große Zufriedenheit mit der Landesregierung Die grün-schwarze
Landesregierung überzeugt unverändert die Mehrheit der Bürgerinnen
und Bürger in Baden-Württemberg. Knapp zwei Drittel (61 Prozent, -1)
sind sehr zufrieden oder zufrieden mit der Leistung der
Landesregierung. Nur ein gutes Drittel (37 Prozent, -1) übt hingegen
Kritik. Damit zählt das Kabinett bundesweit nach Schleswig-Holstein
und Niedersachsen zu den Landesregierungen mit dem höchsten Ansehen.

Dabei schneidet die grüne Regierungspartei weiterhin deutlich
besser ab als ihr schwarzer Koalitionspartner. Mit der Arbeit der
Grünen ist die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger zufrieden (54
Prozent, -2), 42 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Das
Urteil über die Regierungsarbeit der CDU hingegen fällt überwiegend
kritisch aus. 36 Prozent sind zufrieden (-2), 59 Prozent unzufrieden.

Sehr gute wirtschaftliche Stimmung

Die wirtschaftliche Lage in Baden-Württemberg wird von 90 Prozent
der Befragten, also nahezu einhellig, als sehr gut oder gut
eingeschätzt. Auch über die Zukunft der wirtschaftlichen Entwicklung
in Baden-Württemberg machen sich rund drei Viertel der Bürgerinnen
und Bürger (74 Prozent) nur geringe oder gar keine Sorgen.

Die Ergebnisse des BWTrends sind am heutigen Donnerstag, 28. März
2019, unter anderem Thema in allen Nachrichtensendungen des SWR und
im Internet auf www.SWRAktuell.de. Weitere Ergebnisse, Grafiken sowie
Informationen zu Methoden und Fehlertoleranzen der Umfrage online
unter www.SWR.de/bwtrend.

Zitate gegen Quellenangabe \“BWTrend von Infratest dimap im Auftrag
des Südwestrundfunks (SWR) und der Stuttgarter Zeitung\“ frei.

Fragen zum Inhalt: Clemens Bratzler, Telefon 0711 929 14312,
clemens.bratzler@SWR.de Pressekontakt: Katja Matschinski, 0711 929
11063, katja.matschinski@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 28. März 2019.

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Categories: Vermischtes

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