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Bundesweites Projekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung wird weiter ausgebaut // BA-Presseinfo Nr. 08

Mainz, 27.02.2019: Die gesetzlichen Krankenkassen
arbeiten seit 2016 mit der Bundesagentur für Arbeit, dem Deutschen
Landkreistag und dem Deutschen Städtetag zusammen, um die
gesundheitliche Situation von arbeitslosen Menschen zu verbessern.
Die Partner verbinden Arbeitsförderung und Gesundheitsförderung,
indem sie u. a. speziell auf die Bedarfe arbeitsloser Menschen
abgestimmte Gesundheitsförderungs- und Präventionsangebote entwickeln
und bereitstellen.

Gemeinsames Ziel der Kooperationspartner auf Bundes- wie auf
kommunaler Ebene ist es, die gesundheitsbezogene Lebensqualität von
arbeitslosen Menschen zu verbessern und das Bewusstsein für die
physische und psychische Gesunderhaltung zu stärken. Dies kann die
Chancen auf einen Wiedereinstieg in das Berufsleben erhöhen.
Jobcenter und Arbeitsagenturen sensibilisieren arbeitslose Menschen
in gesundheits-orientierten Beratungsgesprächen für die eigene
Gesundheit und motivieren sie, auf freiwilliger Basis spezifische
Gesundheitsförderungs- und Präventionsangebote des GKV-Bündnisses für
Gesundheit zu nutzen. Jobcenter, Arbeitsagenturen,
Krankenkassen-gemeinschaft und weitere kommunale Partner wie
Gesundheitsamt, (Sport-)Vereine bis hin zu Arbeitsloseninitiativen
unterstützen die Menschen so mit niedrigschwelligen und nachhaltigen
Angeboten.

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef
Scheele, betont: \“Gesundheitliche Probleme sind häufig eine Hürde für
die erfolgreiche Integration in Arbeit. Zugleich wissen wir, dass
Arbeitslosigkeit selbst zu einer gesundheitlichen Belastung für die
Menschen werden kann. Deshalb freuen wir uns, dass das freiwillige
Angebot in unseren Arbeitsagenturen und Jobcentern so gut angenommen
wird, dass wir es nun ausweiten können. Damit können wir künftig noch
mehr Kundinnen und Kunden dabei unterstützen, ihre Gesundheit zu
stärken und damit verbunden ihre Beschäftigungschancen zu erhöhen.\“
An 129 Standorten in allen 16 Bundesländern wird das Vorhaben bereits
umgesetzt. In 2019 wird es eine weitere Ausweitung auf neue Standorte
geben.

\“Mit der Kooperation gehen wir gemeinsam wichtige Schritte, um das
Präventionsgesetz mit Leben zu füllen, und leisten einen Beitrag zur
Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen\“,
erklärt Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes. \“Wie die
ersten Ergebnisse der Begleitevaluation zeigen, wird das Programm
sowohl in den Jobcentern und Arbeitsagenturen als auch von den
arbeitslosen Menschen gut angenommen. Was uns besonders freut: An
nahezu allen Standorten haben Jobcenter und Krankenkassen ein
regionales Steuerungsgremium gebildet; in vielen arbeiten hier auch
bereits weitere Partner vor Ort mit. Diese Vernetzung ermöglicht es,
den arbeitslosen Menschen passgenaue Maßnahmen zum Erhalt ihrer
Gesundheit anzubieten.\“ Die Beigeordnete des Deutschen
Landkreistages, Dr. Irene Vorholz, erläutert: \“Oft haben
Langzeitarbeitslose gesundheitliche Probleme, die einer Integration
in Arbeit im Wege stehen. Dem wirken die Jobcenter frühzeitig
entgegen, beispielsweise im Rahmen von Präventionsprojekten zur
Gesundheitsförderung. Die kommunalen Jobcenter und die gemeinsamen
Einrichtungen in den Landkreisen und kreisfreien Städten sind daher
ideale Partner der Krankenkassen. Gemeinsam geht es uns darum, die
Fördermöglichkeiten für diese Menschen zu verbessern und die
Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung weiter
voranzutreiben. Deshalb engagiert sich der Deutsche Landkreistag gern
in diesem wichtigen Projekt.\“

\“Wer immer wieder krank ist, hat ein größeres Risiko seinen
Arbeitsplatz zu verlieren. Dauerhafte Erkrankungen hindern Betroffene
oft, neue berufliche Perspektiven zu ergreifen\“, erklärt Helmut Dedy,
Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages. \“Deshalb ist es ein
großer Gewinn, sowohl die Gesundheit von Menschen zu verbessern als
auch die Chancen am Arbeitsmarkt mit in den Blick zu nehmen. Das
Modellprojekt bietet einen leichten und freiwilligen Zugang zu
Präventions- und Gesundheitsangeboten in immer mehr Kommunen im
ganzen Land. Das ist ein erfolgreicher Beitrag, um Menschen neue
Chancen zu eröffnen.\“

Hintergrundinformationen:

Das GKV-Bündnis für Gesundheit ist die gemeinsame Initiative der
gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von
Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Das Projekt zur
Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen
Lebenswelt geht zurück auf ein 2014 entwickeltes und an sechs
Standorten erprobtes Modellprojekt des GKV-Spitzenverbandes und der
Bundesagentur für Arbeit (BA). Aufbauend auf den gewonnenen
Erfahrungen wurde der Ansatz seit 2016 im Rahmen des GKV-Bündnisses
für Gesundheit weiterentwickelt. Das Projekt wird von der
Krankenkassengemeinschaft sowie den Jobcentern und Arbeitsagenturen
entsprechend ihrer jeweiligen gesetzlichen Zuständigkeit finanziert.
Für die Projektkoordination an den Standorten und die Angebote der
Gesundheitsförderung und Prävention wurden seitens der GKV in den
Jahren 2016 bis Ende 2018 knapp fünf Mio. Euro ausgegeben. Für die
weitere Umsetzung des Programms einschließlich der wissenschaftlichen
Begleitforschung stellt das GKV-Bündnis für Gesundheit jährlich über
acht Mio. Euro bereit. Die Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA) übernimmt im Rahmen der Beauftragung durch den
GKV-Spitzenverband die bundesweite Koordination des Programms und
betreut den Evaluationsprozess. Sie unterstützt die
krankenkassenseitigen bzw. beauftragten Federführungen in den
Regionen. Die GKV-Mittel für das Programm werden aus dem Budget
getragen, das die Krankenkassen der BZgA gemäß § 20a Abs. 3 SGB V für
Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten zur Verfügung
stellen.

Umsetzung des Projektes in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz wird das Programm derzeit an zwölf Standorten
umgesetzt. Krankenkassenseitig beauftragte Federführerin der 2017
gestarteten Umsetzung mit den beteiligten Jobcentern ist die
Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e. V. Das
Projekt ist auch in das Netzwerk \“Gesunde Kommune\“ zur Umsetzung der
Landesrahmenvereinbarung eingebunden. Aus dieser Vernetzung ergeben
sich konkrete landesweite Angebote wie z. B. ein Ernährungsangebot
für arbeitslose Menschen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, das
ab 2019 über das Ernährungsministerium ergänzend finanziert wird. An
allen Standorten werden Kurse zu Themen wie Bewegung, gesunde
Ernährung und Stressbewältigung angeboten. Hinzu kommen weitere
Maßnahmen in Zusammenarbeit mit kommunalen Partnern. Insgesamt sind
120 Institutionen der Arbeitsförderung aktiv in das Projekt
eingebunden.

Pressekontakte:

Pressestelle Bundesagentur für Arbeit Frau Aneta Schikora Tel.
0911 179-2214; – 2218; Fax 0911 179-1487; E-Mail:
zentrale.presse@arbeitsagentur.de

Pressestelle GKV-Spitzenverband

Frau Claudia Widmaier Tel. 030 206 288-4201; Fax. 030 206
288-84201; E-Mail: presse@gkv-spitzenverband.de

Pressestelle Deutscher Landkreistag

Herr Dr. Markus Mempel Tel. 030 590097-312; Fax. 030 590097-412,
E-Mail: markus.mempel@landkreistag.de

Pressestelle Deutscher Städtetag

Frau Daniela Schönwälder Tel. 030 37711-135; Fax. 030 37711-139,
E-Mail: daniela.schoenwaelder@staedtetag.de

Weitere Informationen finden Sie im Mediendienst der Bundesagentur
für Arbeit.

Folgen Sie der Bundesagentur für Arbeit auf Twitter

Pressekontakt:
Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
Tel.: 0911/179-2218
Fax: 0911/179-1487

Original-Content von: Bundesagentur für Arbeit (BA), übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. Februar 2019.

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