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BSI-Sicherheitslagebericht 2025: warum ganzheitliches Exposure Management jetzt unverzichtbar ist

Kommentar von Thomas Sonne, Channel Sales Director

Der BSI-Sicherheitslagebericht 2025 wurde auch in diesem Jahr wieder mit Spannung erwartet. Er zeigt deutlich, dass die digitale Angriffsfläche von Unternehmen schneller wächst, als Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. Besonders auffällig: Immer mehr Risiken entstehen außerhalb der direkten Kontrolle von Unternehmen. Dazu zählen Social-Media-Profile, inoffizielle oder missbräuchlich registrierte Domains, Credential-Leaks sowie Markenmissbrauch im Dark Web. Diese Entwicklungen zeigen, dass klassisches External Attack Surface Management (EASM) allein nicht mehr ausreicht. Unternehmen sollten auf einen ganzheitlichen Ansatz wechseln, der alle digitalen Risikobereiche einschließt: echtes Exposure Management.

Die wachsende Online-Angriffsfläche

Hybrid- und Multi-Cloud-Architekturen, SaaS-Anwendungen, API-basierte Dienste und komplexe Partnernetzwerke erweitern kontinuierlich die extern erreichbaren Assets. Gleichzeitig entstehen neue Einfallstore dort, wo Unternehmen keine direkte Handhabe haben: Social Media, gefälschte Markenauftritte, externe Plattformen oder versehentlich veröffentlichte Daten. Diese\“unsichtbaren\“Anteile der Angriffsfläche sind für Cyberkriminelle besonders attraktiv. Sie bieten niedrige Einstiegshürden und werden häufig nicht überwacht.

Warum reicht klassisches EASM nicht mehr aus?

External Attack Surface Management (EASM) deckt die eigenen im Internet exponierten Systeme gut ab: Domains, IP-Bereiche, Webanwendungen, Cloud-Instanzen. Doch Cyberangriffe heutzutage beginnen längst nicht mehr ausschließlich dort. Cyberkriminelle nutzen Social-Media-Kanäle für Social Engineering sowie kompromittierte Zugangsdaten für initialen Zugang oder fälschen Markenidentitäten zur Vorbereitung von Phishing-Kampagnen. Diese Risiken liegen außerhalb des klassischen Asset-Inventars und damit auch außerhalb des Schutzradius vieler EASM-Tools.

Der Bericht des BSI macht klar: Unternehmen müssen ihre gesamte Außenpräsenz im Internet verstehen – nicht nur die eigene Infrastruktur. Genau hier setzt Exposure Management an. Es verbindet EASM, Digital Risk Protection und Threat Intelligence zu einer vollständigen Sicht auf alle digitalen Risiken.

Warum Unternehmen jetzt handeln müssen

Die Angriffsfläche endet längst nicht mehr am Netzwerkperimeter. Unternehmen sollten ihre Risikobewertung und Verteidigungsstrategie modernisieren. Dazu gehören:

1.Identifikation aller externen Assets und Risikokanäle

2.Priorisierung nach tatsächlicher Exposition

3.kontinuierliches Monitoring statt punktueller Analysen

4.Integration von Threat Intelligence, um Angriffe schon in der Vorbereitungsphase zu erkennen

Mit einem Exposure-Management-Ansatz können Unternehmen ihre digitale Angriffsfläche umfassend verstehen und proaktiv reduzieren. Der BSI-Sicherheitslagebericht 2025 macht unmissverständlich deutlich, dass Unternehmen ihre Sicherheitsstrategie erweitern müssen. Ohne ein Exposure Management, das auch externe und unkontrollierte Bereiche einbezieht, bleibt ein großer Teil der Risiken unsichtbar.

Posted by on 22. Januar 2026.

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Categories: Allgemein

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