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BERLINER MORGENPOST: Wissen, was man isst / Kommentar von Martin Nejezchleba

Wer wissen will, wie ungesund das Essen im
Supermarktregal ist, muss die Verpackung umdrehen, die Lesebrille
aufsetzen und sich durch kleingedruckte Tabellen mit gesättigten
Fetten und Kohlenhydraten je 100 Gramm arbeiten. Eine Einladung zur
Verdrängung. Es ist höchste Zeit zu handeln. Das weiß die
Bundesregierung, das ist der Auftrag an die Ministerin für Ernährung
und Verbraucher. Julia Klöckner (CDU) soll eine einfache
Nährwertkennzeichnung einführen. Nichts sollte ihr leichter fallen.
Denn ein effizientes System ist längst erfunden. Nutri-Score. Eine
fünfstufige Farbskala in Ampelfarben. Das System wirkt. Aber Klöckner
erwägt ein gänzlich neues System, will eine Verbraucherbefragung
durchführen lassen. All das nährt den Verdacht, die Ministerin fahre
eine Hinhaltestrategie im Sinne der Nahrungsmittelindustrie.

Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 – 878
bmcvd@morgenpost.de

Original-Content von: BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 21. Mai 2019.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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