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Bericht zur Situation von Kindern weltweit / Globaler Aufbruch für Kinderrechte / Sechs internationale Kinderhilfsorganisationen fordern Regierungen zu mehr Engagement für Kinder auf

Jedes Jahr sterben noch immer mehr als
fünf Millionen Kinder an vermeidbaren Krankheiten. 64 Millionen
Kinder besuchen nicht einmal die Grundschule. 150 Millionen Mädchen
und Jungen tragen schwere gesundheitliche Schäden davon, weil sie
hungern. Jedes vierte Kind wächst in Kriegsgebieten auf. Klimawandel
und Umweltzerstörung betreffen immer mehr Kinder, so wachsen etwa 500
Millionen Kinder in Überschwemmungsgebieten auf.

Das stellen die sechs größten internationalen
Kinderhilfsorganisationen in einem heute veröffentlichten Lagebericht
»Globaler Aufbruch für Kinderrechte« fest und fordern weltweit
Regierungen auf, sich deutlich stärker für Kinder zu engagieren. In
Berlin haben die Organisationen den Bericht an die Vorsitzende des
Familienausschusses Sabine Zimmermann und die Vorsitzende der
Kinderkommission Susann Rüthrich übergeben. Im Bericht analysieren
die Organisationen die Situation von Kindern weltweit und fordern,
Kinderrechten erheblich mehr Priorität einzuräumen.

»Ein Viertel der Weltbevölkerung ist jünger als 18 Jahre. Diese
zwei Milliarden Kinder und Jugendliche haben ein Recht, gesund und
friedlich aufzuwachsen, sich zu bilden und sich für ihre Anliegen zu
engagieren«, betonte Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender
von World Vision Deutschland.

Zwar ist das Leben von Kindern heute im weltweiten Durchschnitt
besser, als bei der Verabschiedung der Kinderrechtskonvention der
Vereinten Nationen vor 30 Jahren. In vielen Bereichen wurden
Fortschritte erzielt: So sterben heute weniger Kinder vor ihrem
fünften Geburtstag und die Zahl der Kinder in Armut ist gesunken.
Dennoch sieht Child Rights Now! dringenden Handlungsbedarf: »Wir
müssen jetzt Prioritäten setzen und Kinder in den Mittelpunkt
stellen. Dafür können wir die Kinderrechtskonvention und die globalen
Nachhaltigkeitsziele nutzen, die passende Ziele und wirksame Methoden
vorgeben«, so Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children
Deutschland.

Child Rights Now! fordert außerdem, dass Kinderrechte im deutschen
Grundgesetz verankert werden und die Belange von Kindern in allen
politischen Ressorts einbezogen werden: Bildung, Familie und
Soziales, aber auch Wirtschaft, Verkehr, Städtebau, Klima- und
Umweltschutz und die Außen- und Entwicklungspolitik. Dringend
notwendig ist eine ressortübergreifende Strategie, um Kinderarmut zu
reduzieren und eine Reform des Bildungssystems, damit
Chancengleichheit ermöglicht wird. Um Kinder wirksam vor Gewalt zu
schützen, fordert Child Rights Now! eine nationale
Präventionsstrategie. Benachteiligte Kinder, wie etwa Kinder ohne
elterliche Fürsorge oder geflüchtete Kinder, müssen geschützt und
gestärkt werden. Ombudspersonen sollen national und in den
Bundesländern und Gemeinden dafür sorgen, dass Kinder berücksichtigt
werden. »Wir fordern alle politisch Verantwortlichen und alle
gesellschaftlichen Gruppen auf, Kinder zu beteiligten. Ob in der
Familie, in Schulen und Vereinen, in Gemeinden, den Bundesländern
oder auf nationaler Ebene: Kinder und Jugendliche müssen gehört
werden und an den für sie wichtigen Themen beteiligt werden«, sagte
Albert Recknagel, Vorstandssprecher von terre des hommes.

Child Rights Now! ist eine Initiative der sechs weltweit größten
Kinderhilfsorganisationen ChildFund Alliance, Plan International,
Save the Children, SOS-Kinderdörfer, terre des hommes und World
Vision. Der aktuelle Child Rights Now! Bericht beinhaltet eine
Analyse zur Situation von Kindern in 17 Staaten, der deutsche
Kinderrechte-Fortschrittsbericht analysiert Fortschritte und
Herausforderungen in Deutschland. Child Rights Now! wird bis zum Jahr
2030, dem Jahr, in dem die UN-Nachhaltigkeitsziele erreicht sein
sollen, alle fünf Jahre mit Folgeberichten weitergeführt.

Pressekontakt:
Interviewanfragen:
ChildFund, Antje Becker, 0 70 22 / 92 59-23
Plan International, Pressestelle: 040 / 6 11 40-267
Save the Children, Claudia Kepp, 030 /27 59 59 79 – 280
SOS Kinderdörfer, Louay Yassin, 089 /17 91 42 59
terre des hommes, Iris Stolz, 05 41 / 71 01-132
World Vision, Pressestelle: 0 61 72 / 763-151, -155, – 156

Zu den Child Rights Now!-Berichten und der Kurzfassung:
www.tdh.de/childrightsnow

Original-Content von: terre des hommes Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

Posted by on 26. Juni 2019.

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Categories: Vermischtes

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