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BDI zum Jahrestag des Brexit-Referendums: \“Der harte Brexit ist wahrscheinlicher denn je zuvor\“

– Es geht nur noch um Schadensbegrenzung
– Probleme nicht unterschätzen
– Keine Nachverhandlungen des Austrittabkommens

\“Drei Jahre nach dem Referendum redet niemand mehr über die
Chancen des Brexits. Jetzt geht es leider nur noch um
Schadensbegrenzung. Der harte Brexit ist wahrscheinlicher denn je
zuvor.\“ Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der
Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang, am Samstag in Berlin
anlässlich des bevorstehenden dritten Jahrestags des
Brexit-Referendums.

Die Wirtschaft plage weiterhin eine zähe Unsicherheit. Viele
Kosten seien für die Vorbereitungen in Unternehmen und Verwaltung
bereits angefallen. Und noch immer stehe in den Sternen, welchen Weg
das Vereinigte Königreich gehen wird, betonte Lang. Es fehle an
allem: \“Wir haben keine britische Regierung, kein
wirtschaftspolitisches Konzept, und auch die britischen
Notfallmaßnahmen lassen arg zu wünschen übrig.\“

Was jetzt gebraucht werde, seien Entscheidungen. \“Die
Vorbereitungen haben in der Wirtschaft große Kosten verursacht. Die
neue Regierung in London sollte zügig sagen, welches künftige
Verhältnis sie mit der EU anstrebt. Ansonsten wird es für unsere
Unternehmen auf der Insel sehr schwer\“, so Lang weiter.

Lang warnte davor, die Probleme zu unterschätzen: \“Erstmals in der
Geschichte der EU werden Handelshemmnisse aufgezogen und nicht
abgebaut. Dadurch werden Wertschöpfungsketten empfindlich getroffen.
Diese Effekte lassen sich noch gar nicht analysieren. Es kommt
vielleicht viel schlimmer als bisher vorhergesehen.\“ Am wichtigsten
sei daher die Zustimmung Londons zum ausgehandelten Austritts- und
Übergangsabkommen. \“Es ist richtig, dass die Bundesregierung und die
Europäische Kommission weiter zu dem ausgehandelten Deal stehen.
Nachverhandlungen darf es nicht geben. Es liegt auch im Interesse der
deutschen Wirtschaft, dass an der irischen Grenze Binnenmarktregeln
dauerhaft eingehalten werden. Das wird nur mit dem Backstop
gelingen.\“

Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
Email: Presse-Team@bdi.eu
Internet: http://www.bdi.eu

Original-Content von: BDI Bundesverband der Deutschen Industrie, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 22. Juni 2019.

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Categories: Handel, Industrie

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