Außenhandel bleibt anfällig

\“Die Entwicklung im Außenhandel bestätigt die hohe Bedeutung eines regelbasierten, offenen Welthandels für Deutschland und Europa. Gleichzeitig muss sehr sorgfältig unterschieden werden zwischen tatsächlichen unfairen Handelspraktiken und legitimen Wettbewerbsvorteilen im internationalen Vergleich. Handelspolitische Schutzinstrumente dürfen nur dann eingesetzt werden, wenn Dumping, Subventionen oder Umgehungstatbestände eindeutig und belastbar nachgewiesen sind. Eine Ausweitung protektionistischer Ansätze oder eine Vermischung von Strukturproblemen mit handelspolitischen Verzerrungen schadenlangfristig mehr als dass sie nutzen. Für eine exportorientierte Volkswirtschaft wie Deutschland bleibt entscheidend, dass Wettbewerbsfähigkeit primär im Inland entsteht – durch Innovation, Investitionen und verlässliche Standortbedingungen – und nicht durch die Verengung internationaler Märkte\“, so der Außenhandelspräsident abschließend.
Im April 2026 sind die deutschen Exporte gegenüber März 2026 kalender- und saisonbereinigt um 0,9 % und die Importe um 1,2 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2025 nahmen die Exporte um 3,6 % und die Importe um 6,2 % zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt.
9. Juni 2026
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