iinews – Der mobile Newsdienst



« | »

Artprice: Laut Therry Ehrmann ist die Kulturpolitik Frankreichs nicht unbedingt im Interesse des Landes

Auf der Titelseite der französischen
Zeitschrift l\’\’\’\’Express ist zu lesen: Der Französische Staat gibt in
Paris und Umgebung 139 Euro pro Kopf für Kultur aus, im Rest des
Landes nur 15 Euro.

Frankreich läuft aufgrund seiner Strategie, sein Kulturangebot auf
die Hauptstadt zu konzentrieren Gefahr, den Abstand zu seinen Rivalen
auf dem Weltkulturmarkt zu vergrößern. Französische Künstler,
Galerien und Auktionshäuser finden es nicht nur in Frankreich,
sondern auch auf der internationalen Szene zunehmend schwierig, aus
dem Schatten ihrer mächtigen angelsächsischen Rivalen zu
herauszukommen.

Thierry Ehrmann, Gründer und Geschäftsführer von Artprice
kommentiert den Artikel wie folgt: \“Das überrascht niemanden: Paris
genießt auf kultureller Ebene eine Sonderstellung. Doch das
Ungleichgewicht ist zu groß, zu offensichtlich geworden. Die
französische Hauptstadt ist kein El Dorado mehr, weder für seine
Künstler, noch für den Kunstmarkt.

1964 erwarb Sotheby\’\’\’\’s das damals führende Auktionshaus von New
York, nämlich Parke-Bernet. Das Unternehmen war ursprünglich
französischen Auktionshäusern angeboten worden, doch diese hatten
abgelehnt. Frankreich leidet immer noch am \“Parke-Bernet Syndrome\“,
ich habe dieses Thema bereits mit 9 Kulturministern erörtert. Sie
waren jedes Mal erschüttert.

Kataloge von Parke-Bernet Galleries – Artprice Archive
[https://imgpublic.artprice.com/img/wp/sites/11/2019/06/parke-bernet.
png (https://imgpublic.artprice.com/img/wp/sites/11/2019/06/parke-bernet.png)]

4% des Weltmarktes

Seit 1960 hat sich die Situation wesentlich verändert. Paris führt
bei den Auktionsumsätzen immer noch klar (90% des Gesamtumsatzes des
Landes). Doch vor einem halben Jahrhundert war Frankreich noch das
Zentrum des globalen Kunstmarktes. Im Jahr 2018 erzielte Frankreich
lediglich 4% des weltweiten Umsatzes bei den Bildenden Künsten.

Doch sogar dieser kleine Marktanteil hat es schwer in
französischer Hand zu bleiben. Der Anteil am Auktionsumsatz
Frankreichs von Sotheby\’\’\’\’s und Christie\’\’\’\’s im Bereich der Bildenden
Künste im Jahr 2018 betrug 51% (353,5 Millionen Dollar)…, und dies
ist nur ein winziger Anteil ihres weltweiten Geschäfts mit den
Bildenden Künsten. Die Pariser Auktionshäuser, die nur 4% ihres
gemeinsamen weltweiten Anteils darstellen, sind für Christie\’\’\’\’s und
Sotheby\’\’\’\’s mittlerweile fast sekundär. New York generiert 15 Mal so
viel Umsatz als Paris, London 6 Mal so viel und sogar Hong Kong fast
3 Mal so viel wie die französische Hauptstadt.

Phillips, das gemessen am Umsatz drittgrößte Auktionshaus der
Welt, hat sich übrigens kurzerhand entschlossen…keine
Versteigerungen in Paris zu organisieren…

Frexit

Frankreich umwirbt die größten britischen und amerikanischen
Künstler auf dem Kunstmarkt, doch es fällt dem Land schwer, seine
eigenen Künstler zum Bleiben zu motivieren; sie ziehen es vor, in
anderen Ländern zu leben und zu arbeiten. Am 7. Juni zog die New York
Times mit dem Artikel \“Laure Prouvost vertritt Frankreich\“ die
Aufmerksamkeit der Leser auf die Besonderheit des französischen
Pavillons im Rahmen der Biennale von Venedig 2019. Laure Prouvost
fühlt sich nicht sehr französisch an.\“ Tatsächlich… lebt und
arbeitet die 41-jährige Künstlerin, die in Frankreich geboren ist, in
Antwerpen (Belgien); sie wurde bekannt als ihr 2013 der Turner Prize,
der wichtigste Preis in Großbritannien, verliehen wurde.

Daniel Templon, Galeriebesitzer erklärt im französischen
Wirtschaftsblatt Les Echos: \“Auf der FIAC stehen sechzehn große
Stände zur Verfügung, doch nur einer war von einer französischen
Galerie besetzt. Unsere führende Kunstmesse sieht uns als sekundär an
und damit natürlich auch unsere Künstler […]. Wenn angehende
Künstler Erfolg haben und die soziale Leiter hochklettern wollen,
müssen sie nach Deutschland, Belgien, Los Angeles oder New York
gehen.\“

Daniel Templon macht den französischen Museen zurecht Vorwürfe:
\“Französische Museumsdirektoren glauben, dass es besser ist,
ausländische Künstler auszustellen und geben an, sie würden mit
französischen Künstlern weniger Besucher anziehen. […] Ehe wir
unsere Künstler exportieren, sollten wir zumindest versuchen, einen
heimischen Markt in Frankreich für sie zu schaffen. […].\“

Der Pariser Galerienbesitzer fährt fort: \“Wenn uns die
öffentlichen Einrichtungen nicht unterstützen wird es in Frankreich
keine bedeutenden Galerien mehr geben.\“

Zu einer anderen Kulturpolitik

Paris besitzt einige der besten Kultureinrichtungen in Frankreich
und weltweit. Von der Stammeskunst bis zur Gegenwartskunst, von der
Antike bis zum Mittelalter… Paris hat alles!

Der Louvre – das Aushängeschild des gesamten Systems – ist das
meistbesuchte Museum der Welt. Doch – wie der Artikel in L\’\’\’\’Express
ausführt – war er Gegenstand massiver Finanzierung: \“In den 1980er
Jahren beschloss François Mitterrand den Louvre zu renovieren und
startete die längst erforderlichen Arbeiten inklusive Ausbau,
Restaurierung und dem Bau der berühmten Pyramide. Der Staat bezahlte
alles, was durchaus logisch erscheint. Bei der Einweihung des
Museumssatelliten in Lens […] durch den französischen Staat im Jahr
2012 betrug die staatliche Beteiligung allerdings nur 1%\“.

Darüber hinaus gleicht die französische Kulturpolitik einem Labor;
die Provinz dient als eine Art Testgelände, in das junge Kuratoren
und Museumsdirektoren entsandt werden, um sich zu beweisen. Dieses
Jahr zum Beispiel wurde die Organisation der Lyon Biennale einem Team
junger Kuratoren des Palais de Tokyo anvertraut und Jean de Loisy,
dessen Vorsitz gerade ausgelaufen ist, kündigte…um sich dem
Management der Ecole des Beaux-Arts in Paris sowie seinem
ausgezeichneten Radioprogramm \“Art is Matter\“ auf France Culture zu
widmen.

Die von Artprice erst kürzlich veröffentlichte Rangliste über die
französischen Museen der Gegenwartskunst bestätigt den
außergewöhnlichen Erfolg der Pariser Museen im Vergleich zu denen der
französischen Provinz.

https://www.prnewswire.com/news-releases/artprice-presents-a-ranki
ng-of-contemporary-art-museums-in-france-based-on-google-opinions—m
ethodology-and-facts-which-have-been-legally-verified-300867332.html

Copyright ©2019 Thierry Ehrmann – www.artprice.com

Über Artprice:

Artprice ist Eurolist by Euronext Paris, SRD long only und
Euroclear notiert: 7478 – Bloomberg: PRC – Reuters: ARTF.

Gründer: Thierry Ehrmann (siehe Who\’\’\’\’s Who – zertifizierte
Biographie) (c) https://imgpublic.artprice.com/img/wp/sites/11/2019/0
3/2019-bio-whoswho-thierry-ehrmann.pdf).

Entdecken Sie Artprice im folgenden Video:
https://www.artprice.com/video

Artprice ist der weltweit führende Anbieter von Datenbanken über
Notierungen und Indizes. Es verfügt über mehr als 30 Millionen
Indizes und Verkaufsergebnisse, die mehr als 700.000 Künstler
abdecken. Artprice Images® bietet uneingeschränkten Zugang zur
weltweit größten Datensammlung des Kunstmarktes, einer Bibliothek mit
126 Millionen Abbildungen oder Stichen von Kunstwerken von 1700 bis
heute, versehen mit Kommentaren der hauseigenen Kunsthistoriker.

Artprice erweitert seine Datenbanken von 6300 Verkaufshäusern
kontinuierlich und veröffentlicht durchgängig Kunstmarkttrends für
die wichtigsten Presseagenturen und 7200 Pressetitel weltweit.

Artprice gibt seinen 4,5 Millionen Mitgliedern Zugang zum weltweit
führenden Standardmarkt für den Kauf und Verkauf von Kunstwerken.
Artprice entwickelt sein Blockchain-Projekt auf dem Kunstmarkt. Es
ist BPI-zertifiziert (nationales wissenschaftliches Gütezeichen
Frankreichs); der im März 2019 von Artprice veröffentlichte
Jahresbericht des Weltkunstmarktes 2018:
https://www.artprice.com/artprice-reports/the-art-market-in-2018

Artprice ist Partner von Artron Group, dem chinesischen
Marktführer im Kunsthandel, seiner soliden Partnerinstitution.

Über Artron Group:

Artron und Artprice, die seit 2009 Geschäftspartner sind,
unterzeichneten im Jahr 2018 eine historische Vereinbarung, um eine
\“Neue Seidenstraße für Kunst\“ zu schaffen.\“ Diese Initiative ist das
perfekte Pendant zur Initiative der chinesischen Initiative mit dem
Titel \“One Belt, One Road\“ (OBOR) oder \“Belt and Road Initiative\“
(BRI), die im Jahr 2013 gestartet wurde und in Europa als die \“Neue
Seidenstrasse\“ bezeichnet wird.

\“Artron Art Group (Artron), ein ganzheitlicher Industriekonzern
für Kultur, der 1993 von Wan jie gegründet wurde und sich dem Erbe,
der Förderung und der Verbreitung von Kunst widmet. Auf der Grundlage
umfangreicher Daten bietet Artron dem Kunstgewerbe und
Kunst-Liebhabern professionelle Dienstleistungen und Erfahrung mit
hochwertigen Produkten anhand von integrierten IT-Anwendungen,
fortschrittlichen Konzepten der digitalen Wissenschaft und dank
innovativer handwerklicher Tätigkeit und Materialien.

Artron, das mehr als 60,000 Bücher und Auktionskataloge
hergestellt hat, ist mit einem Buchdruckvolumen von 300 Millionen
Kunstbüchern der größte Kunstbuchhersteller der Welt. Es verfügt über
mehr als 3 Millionen gewerbliche Mitglieder des Kunstsektors und
einen Durchschnitt von 15 Millionen Besuchern pro Tag; damit ist
Artron die weltweit führende Internetseite für Kunst.\“

Internetseiten von Artron: www.Artron.net

Jahresbericht 2018 für zeitgenössische Kunst von Artprice –
kostenloser Zugriff unter:

https://www.artprice.com/artprice-reports/the-contemporary-art-mar
ket-report-2018

Zusammenfassung der Pressemitteilungen von Artprice:

http://serveur.serveur.com/Press_Release/pressreleaseen.htm

https://twitter.com/artpricedotcom

Neues von den Kunstmärkten:

https://twitter.com/artpricedotcom &
https://twitter.com/artmarketdotcom

https://www.facebook.com/artpricedotcom 4,4 Millionen Abonnenten

http://artmarketinsight.wordpress.com/

Entdecken Sie die zauberhafte Welt von Artprice unter
http://web.artprice.com/video; Firmensitz im berühmten Museum für
Zeitgenössische Kunst, The Abode of Chaos dixit The New York Times /
The Abode of Chaos:

https://vimeo.com/124643720

Das Museum für zeitgenössische Kunst The Abode of Chaos

https://www.facebook.com/la.demeure.du.chaos.theabodeofchaos999
3,9 Millionen Abonnenten

Photo –
https://mma.prnewswire.com/media/926263/Artprice_Parke_Bernet.jpg

Logo – https://mma.prnewswire.com/media/817151/Artprice_Logo.jpg

Pressekontakt:
thierry Ehrmann
ir@artprice.com

Original-Content von: Artprice.com, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 24. Juni 2019.

Tags: , , ,

Categories: Computer, Vermischtes

0 Responses

You must be logged in to post a comment.

« | »




Neueste Beiträge


Seiten