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ARD-Exklusiv-Interview: Ukrainischer Präsident Selenskyj jederzeit bereit zu einem Waffenstillstand

Er sei jederzeit bereit, sich mit Putin zu treffen, sagte Wolodymyr Selenskyj in einem Exklusiv-Interview im ARD-Studio-Leiter Kyjiw Vassili Golod. Der ukrainische Präsident Selenskyj hat knapp vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs noch einmal seinen Willen zu einem Waffenstillstand betont. Seine Botschaft an die Russen?

\“Ich habe keine Botschaft an die Russen, aber meine Botschaft an Putin ist einfach: Ich bin zu einem Treffen bereit. Wir müssen den Krieg beenden. Punkt.\“

Selenskyi wünscht sich, dass Deutschland auch bei möglichen Sicherheitsgarantien Verantwortung übernimmt:

\“Frankreich und Großbritannien sind hier führend, weil sie Boots-on-the-Ground zugestimmt haben. Diese zwei Länder sind bereit, uns mit jeweils einer Brigade zu unterstützen. Und natürlich würden wir uns wünschen, dass Deutschland sich diesen Ländern anschließt. Aber das ist ausschließlich die Entscheidung Deutschlands als unabhängiger Staat.\“

Die Ankündigung von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban, ein neues Hilfspaket und neue Sanktionen gegen Russland zu blockieren, verurteilt Selenskyj scharf:

\“Ich hoffe, dass Kollegen wie Orbán nicht zu Mittätern von Putin und Lukaschenko werden. Denn wenn er die 90 Milliarden blockiert, die für uns, für Waffen vorgesehen sind – was übrigens nicht sein Geld ist – dann stellt er sich für uns auf eine Stufe mit Putin und Lukaschenko.\“

Selenskyj sagte außerdem, er rechne damit, dass Russland seine Anschläge auf die Zivilbevölkerung ausweite.

\“Um unsere Gesellschaft zu brechen, um die Gesellschaft und die Armee zu entzweien. Damit sie Druck auf die Regierung ausübt, nach dem Motto: egal was für ein Frieden, gerecht oder ungerecht, egal, welche Sicherheitsgarantien, Hauptsache, es geht möglichst bald zu Ende.\“

In den Räumen des ARD-Studios ließ sich Selenskyj auch auf einige wenige persönliche Aussagen ein. Nach vier Jahren würde er es vermissen, mit seiner Familie mal einen Burger essen zu gehen.

\“Und ins Kino gehen. Ich mag Kino sehr, wirklich sehr. Und ich war schon viele Jahre nicht mehr dort. Aber ehrlich gesagt, am meisten will ich, dass wir alle gemeinsam in einer Ukraine in Frieden leben. Das ist das Wichtigste.\“

Ausschnitte aus dem Interview sind heute Abend um 20.15 Uhr in einem ARD-Brennpunkt\“Krieg gegen die Ukraine\“zu sehen.

Das vollständige Interview ist in der ARD-Mediathek, auf Tageschau24 und über die EBU zu finden.

Kontakt:

WDR-Newsroom Köln
Newsroom-Jetzt@wdr.de
0221-2208787 (CvD)

Original-Content von: WDR Newsroom,übermittelt durch news aktuell

Posted by on 23. Februar 2026.

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Categories: Allgemein

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