Arbeitsentwurf EEG 2027: Ylektra begrüßt das Bekenntnis zur Agri-PV, warnt jedoch vor Stagnation

Aus Sicht der Ylektra GmbH führt dieses Einfrieren der Volumina faktisch zu einer relativen Reduktion der Agri-PV gegenüber dem allgemeinen Markthochlauf.\“Ein bloßes Festhalten an Zahlen von gestern konterkariert den Geist des Koalitionsvertrages und ignoriert die technologische Realität\“, erklärt Dr. Vigen Nikogosian, Geschäftsführer der Ylektra GmbH.
Agri-PV als Antwort auf die Flächenfrage und Klimaresilienz Die Agri-Photovoltaik ist weit mehr als eine technische Nische; sie ist die Lösung für den drängenden Nutzungskonflikt in einem dicht besiedelten Industrieland. In der gesellschaftlichen Debatte zeichnet sie sich durch eine signifikant höhere Akzeptanz aus, da sie die visuelle Identität ländlicher Räume wahrt und die Nahrungsmittelproduktion nicht verdrängt, sondern synergetisch ergänzt. Damit einher geht eine gesteigerte kommunale Wertschöpfung: Anstatt Flächen der Landwirtschaft dauerhaft zu entziehen, stabilisiert die Agri-PVdie ökonomische Basis lokaler Agrarbetriebe und fördert eine notwendige Diversifikation. In Zeiten zunehmender Extremwetterereignisse fungieren die Anlagen zudem als essenzielle Schutzsysteme für Nutzpflanzen gegen Hagel, Frost oder Hitze und stärken so unmittelbar die Resilienz der heimischen Produktion.
Wettbewerbsfähigkeit bereits heute unter Beweis gestellt Dass diese Systemvorteile längst marktreif sind, belegen die jüngsten Ausschreibungen der Bundesnetzagentur: Hier entfielen bereits rund 10 % der Zuschläge im Freiflächensegment auf Agri-PV-Konzepte – ein klares Signal für die wachsendeWettbewerbsfähigkeit der Technologie. Wissenschaftliche Analysen, unter anderem des Thünen-Instituts, stützen diesen Trend und zeigen, dass die Stromgestehungskosten (LCOE) bei großen Anlagen lediglich um etwa 4 % über denen konventioneller Systeme liegen.
\“Agri-PV ist kein Kostenproblem, sondern eine Systementscheidung. Es wäre fatal, diesen Akzeptanzmotor der Energiewende durch stagnierende Volumina künstlich auszubremsen, während die klassische Freifläche massiv skaliert\“, so Nikogosian weiter.
Ylektra appelliert daher an den Gesetzgeber, die im Entwurf enthaltenen Prüfvorbehalte durch ambitionierte, mit dem Gesamthochlauf wachsende Kontingente zu ersetzen. Nur durch eine faire Allokation der Volumina kann das Potenzial der Doppelnutzung für eine resiliente und gesellschaftlich getragene Energiewende voll ausgeschöpft werden.
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