Arbeitgeberverband der Sparda-Banken legt Angebot für neuen Vergütungstarifvertrag vor

Das Angebot sieht bei einer Laufzeit von 24 Monaten bis zum 31. März 2028 eine Erhöhung der Tarifgehälter zum 1. Juli 2026 um 2,75 Prozent sowie eine weitere Tariferhöhung zum 1. Juli 2027 um 2,5 Prozent vor. Für den Zeitraum vom 1. April bis zum 30. Juni 2026 ist zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro vorgesehen.
Darüber hinaus sollen die Ausbildungsvergütungen für Auszubildende und dual Studierende um monatlich 100 Euro angehoben werden. Zusätzlich bietet der Arbeitgeberverband die Einführung eines vierten Ausbildungsjahres in der Entgelttabelle an, um den gestiegenen Anforderungen moderner Ausbildungs- und Studiengänge Rechnung zu tragen und die Attraktivität der Sparda-Banken als Ausbildungsarbeitgeber weiter zu stärken.
Mit dem vorgelegten Angebot schaffen die Sparda-Banken eine verlässliche und planbare Einkommensperspektive für ihre Beschäftigten. Gleichzeitig berücksichtigt das Angebot die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Herausforderungen eines intensiven Wettbewerbs im Privatkundengeschäft sowie die Notwendigkeit, die langfristige Leistungs- und Investitionsfähigkeit der Institute zu sichern. Die vorgeschlagenen Gehaltssteigerungen ermöglichen eine spürbare Einkommensverbesserung für die Beschäftigten und tragen zugleich den aktuellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung.
Die Sparda-Banken investieren damitüber die gesamte Laufzeit des Tarifvertrags in erheblichem Umfang in ihre Beschäftigten und den beruflichen Nachwuchs. Das Angebot stärkt die Kaufkraft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, verbessert die Ausbildungsbedingungen und schafft zugleich Planungssicherheit für Beschäftigteund Institute.
Martin Buch, Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes der Sparda-Banken, erklärte:
\“Unser Angebot schafft einen fairen Ausgleich zwischen den berechtigten Interessen unserer Beschäftigten und der wirtschaftlichen Verantwortung gegenüber unseren Instituten. Die Sparda-Banken stehen für sichere Arbeitsplätze, eine hohe Arbeitsplatzqualität und eine langfristige Perspektive für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit den vorgeschlagenen Gehaltssteigerungen,der Einmalzahlung sowie den Verbesserungen für Auszubildende und dual Studierende setzen wir ein deutliches Zeichen der Wertschätzung. Gleichzeitig müssen wir die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unserer Häuser im Blick behalten, um auch künftig investieren, wachsen und attraktive Arbeitgeber bleiben zu können.
Wir bedauern, dass ver.di trotz dieses ausgewogenen und substantiellen Angebots weiterhin Gehaltssteigerungen mit Forderungen nach einer deutlichen Arbeitszeitverkürzung verknüpfen möchte. Aus Sicht der Sparda-Banken wäre eine solche Doppelbelastung alles andere als verantwortungsvoll. Eine gleichzeitige Erhöhung der Personalkosten durch höhere Vergütungen bei einer spürbaren Reduzierung der Arbeitszeit würde die Institute vor erhebliche organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen stellen.
Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, steigender regulatorischer Anforderungen und hoher Investitionen in die digitale Transformation benötigen die Sparda-Banken ausreichend personelle Kapazitäten, um ihren Kundinnen und Kunden weiterhin die gewohnte Servicequalität bieten zu können. Weniger Arbeitszeit bei gleichzeitig höheren Kosten würde den Druck auf die Belegschaften erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit der Institute beeinträchtigen. Deshalb wird es mit dem Arbeitgeberverband der Sparda-Banken keine Gespräche zu einer Arbeitszeitverkürzung geben.
Ungeachtet dessen gehen wir mit unserem Angebot einen deutlichen Schritt auf die Arbeitnehmerseite zu und erwarten, dass die Verhandlungen nun zügig zu einem tragfähigen Abschluss geführt werden können.\“
Pressekontakt:
Jascha Hausmann
Bereichsleiter Vorstand&Öffentlichkeitsarbeit
Verband der Sparda-Banken e.V.
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Friedrich-Ebert-Anlage 35-37
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