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Anstrengende Arbeit unter Termindruck belastet Beschäftigte / Faktenblatt zu Arbeitsbedingungen in Logistikberufen erschienen

Körperlich anstrengende Arbeit unter Termin- oder Leistungsdruck
und geringer Handlungsspielraum zeichnen die Arbeit in den
Logistikberufen aus. Zudem zeigen sich geringe Zufriedenheitswerte in
Bezug auf körperliche Arbeitsbedingungen, Weiterbildungsmöglichkeiten
und Aufstiegschancen bei den Beschäftigten. Fast ein Viertel gibt an,
häufig an der Leistungsgrenze zu arbeiten. Dies zeigt sich auch in
der Einschätzung des eigenen Gesundheitszustands, den die
Beschäftigten in den Logistikberufen häufiger als in anderen Berufen
als weniger gut oder schlecht angeben. Zu diesen und weiteren
Ergebnissen kommt das Faktenblatt \“Schnell mal was bestellt – schnell
mal was gebracht\“, das die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt veröffentlicht hat. Es beruht auf Daten
der BIBB-/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018.

Nahezu jeder bestellt heute \“schnell mal\“ was im Internet. Die
Erwartung, dass Waren ständig verfügbar sind und zügig nach
Bestellung ausgeliefert werden, beeinflusst die Arbeitsbedingungen
der Beschäftigten in den Logistikberufen. Rund 1,2 Millionen
Erwerbstätige, davon etwa 30 Prozent Frauen, arbeiten in den hier
betrachteten Berufen der Lagerwirtschaft, der Post- und
Zustelldienste und im Güter- bzw. Warenumschlag. Zu ihren typischen
Arbeitsbedingungen gehört häufiges schweres Heben und Tragen (56
Prozent im Vergleich zu 30 Prozent in anderen Berufen), Arbeit im
Stehen (82 Prozent) und arbeiten in Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit
oder Zugluft (47 Prozent). Zusätzlich kommt ein oft geringer
Handlungsspielraum in Bezug auf Arbeitsablauf oder Arbeitsmenge
hinzu. In Logistikberufen haben nur 46 Prozent der Erwerbstätigen die
Möglichkeit, ihre Arbeit selber zu planen, nur 14 Prozent können
Einfluss auf die Arbeitsmenge nehmen.

Die eigene Gesundheit schätzen die Beschäftigten entsprechend
schlecht ein. 61 Prozent klagen über Schmerzen im unteren Rücken, 37
Prozent über Schmerzen in den Knien, Schmerzen in den Armen und
Beinen werden von 35 Prozent, bzw. 36 Prozent der
Logistikbeschäftigten beklagt. Passend zu den widrigen
Arbeitsbedingungen fühlen sich 48 Prozent der Beschäftigten
körperlich erschöpft.

In den Logistikberufen kommen unterschiedliche ungünstige
Anforderungen zusammen, insbesondere körperliche Anstrengung,
schnelles Arbeiten und Termin- oder Leistungsdruck. Erwerbstätige in
diesen Berufen verfügen außerdem seltener über Ressourcen, um ihre
Situation besser zu bewältigen. Daher ist es besonders wichtig, dass
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber den Arbeitsanforderungen in
Logistikberufen mit einer gesundheitsförderlichen Gestaltung der
Arbeit begegnen. Hierfür ist eine Gefährdungsbeurteilung
durchzuführen und es sind entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Ausführliche Informationen zur Gefährdungsbeurteilung erhalten Sie
bei der zuständigen Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik
sowie auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
Arbeitsmedizin.

Das Faktenblatt \“Schnell mal was bestellt – schnell mal was
gebracht\“ gibt es als PDF im Internetangebot der BAuA unter
www.baua.de/dok/8817796.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich
des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den
Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der
Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im
Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten
Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz
arbeiten über 700 Beschäftigte. www.baua.de

Pressekontakt:
Jörg Feldmann
Pressearbeit

Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund

Tel. 0231 9071-23 30
Fax 0231 9071-22 99
presse@baua.bund.de
www.baua.de

Original-Content von: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 16. April 2019.

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Categories: Vermischtes

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