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Anna-Schumacher-Haus: Abschied und Aufbruch

 

Bei strahlendem Sonnenschein wurde in Köln-Pesch ein neues Kapitel aufgeschlagen. Denn nach vielen Jahren der Planung konnten sich nun die Menschen mit kognitiven und körperlichen Beeinträchtigungen, die bisher im Anna-Schumacher-Haus (ASH) ihr Zuhause hatten von dem Gebäude verabschieden und sich über das Neubau-Projekt informieren.

\“Uns liegt am Herzen, bei diesem Vorhaben alle mit ins Boot zu holen – neben den Bewohnenden, auch die Anwohnenden aus der Nachbarschaft\“, betont Matthias Hopster, Geschäftsführer der Alexianer GWK START GmbH. So kam neben Nils Fuchs, Leitung Wohnen der Alexianer GWK START GmbH, auch der Architekt Holger Kirsch, Inhaber vom gleichnamigen Architekturbüro, zu der Feier auf dem Vorplatz des bereits seit einiger Zeit leerstehenden Anna-Schumacher-Haus. Gemeinsam mit der ausführenden Architektin Heike Autermann stellte er den derzeitigen Stand der Pläne und Visionszeichnungen vor und beantwortete Fragen dazu.

Entscheidung für Neubau

Das noch bestehende Anna-Schumacher-Haus wurde im Jahr 1973 auf einem teilweise bewaldeten, parkähnlichen 8.000 Quadratmeter großen Grundstück erbaut und bezogen. Immer wieder wurde das Gebäude in den 1980er-Jahren umgebaut und teilweise erweitert, um den veränderten Anforderungen an Wohnraum für Menschen mit Behinderung gerecht zu werden. Trotz zahlreicher Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten im Verlauf der Jahrzehnte war die Bausubstanz schließlich so angegriffen, dass schließlich die Entscheidung für einen Neubau des Wohnhauses an gleicher Stelle fiel. So fanden vor einiger Zeit die Bewohnenden nach langer Suche eine Interimsunterkunft bei den Sozialbetrieben Köln im Stadtteil Riehl.

Konzept für inklusiven Campus

Hell, luftig und einladend. So präsentieren sich die aktuellen Planungen für das künftige Anna-Schumacher-Haus, in das die Alexianer START GmbH rund 13 Mio. Euro investiert. In dem neuen Gebäudekomplex, bestehend aus zwei L-förmigen Baukörpern, werden sechs Wohnbereiche für je acht Bewohnende sowie Räumlichkeiten für die Tagesstruktur entstehen. Die Räumlichkeiten für die 48 Menschen mit kognitiven und körperlichen Beeinträchtigungen sind nach den aktuellen Anforderungen zur Schall- und Wärmeisolation, Brandschutz oder Barrierefreiheit gestaltet. Die Zimmer der Bewohnenden sollen eineGröße von 18 bis 24 Quadratmetern erhalten und verfügen alle über ein eigenes Badezimmer. Dazu kommen 13 Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern sowie fünf Apartments für den sozialen Wohnungsmarkt, die etwa von Studierenden, Senioren oder jungen Familien mit Wohnberechtigungsschein (WBS) genutzt werden können.

Gemeinsam leben

\“In den größeren Wohnungen können zum Beispiel inklusive Wohngemeinschaften entstehen, in denen Studierende und Menschen mit Beeinträchtigung zusammenleben\“, erklärt Nils Fuchs. Seine Kollegin in der Doppelspitze Julia Papkalla, Referentin Wohnen, ergänzt:\“Die Studierenden werden dabei aktiv in die Unterstützung mit einbezogen und erhalten im Gegenzug mietfreies Wohnen.\“Die Appartements und kleineren Wohnungen können von Studierenden und Senioren mit WBS, aber auch von Menschen mit Beeinträchtigung bezogen werden, die lediglich Unterstützung brauchen. Sie bieten mit Balkon- oder Terrassenzugang, großzügigen Fensterflächen und barrierearmen Raumschnitten attraktiven und inklusiven Wohnraum.\“Mit dem inklusiven Mehrgenerationen-Campus wird neuer Wohnraum für Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf geschaffen\“, führt Geschäftsführer Matthias Hopster aus.\“Somit entsprechen wir dem, was das Bundesteilhabegesetz und die UN-Behindertenrechtskonvention uns im Bereich Wohnen vorgeben und was wir zum Wohle aller umsetzen.\“

Posted by on 31. März 2026.

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Categories: Allgemein

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