Altenkamp: Humanitäre Hilfe ist ein Gebot der Menschlichkeit

Die Zahl der weltweit Vertriebenen hat sich erstmalig seit zehn Jahren verringert und liegt trotzdem doppelt so hoch wie 2015. Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni und zu den aktuellen Zahlen des UNHCR erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Altenkamp:
\“Hinter der weiterhin dramatisch hohen Flüchtlingszahl verbergen sich menschliche Tragödien, Elend und oft lebenslange Traumata. Die meisten Menschen versuchen, in unmittelbarer Nähe ihrer Heimat zu bleiben. Die Zahlen, die der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen für das Jahr 2025 veröffentlichte, belegen dasdeutlich. Der Bericht des UNHCR dokumentiert 70 Millionen Binnenflüchtlinge. Knapp die Hälfte von ihnen stammt aus nur fünf Ländern: Sudan, Kolumbien, Syrien, Jemen und Afghanistan.
Auch die Menschen, die aufgrund von Krisen, Kriegen und Konfliktenüber Landesgrenzen hinweg fliehen – über 40 Millionen -, bleiben überwiegend in ihren Nachbarländern. Diese tragen die Hauptlast für die Versorgung der geflüchteten Menschen. Die von den Staaten zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel für humanitäre Hilfe werden jedoch immer geringer. Dabei rettet die Versorgung der Menschen vor Ort Leben. Sie lindert unermessliches Leid. Sie verhindert, dass Menschen sich auf lebensgefährliche Fluchtrouten begeben. Damit legt sie Schleppern ihr menschenverachtendes Handwerk. Zudem verringert sie die Kosten um ein Vielfaches.
Es bleibt in der Verantwortung der internationalen Staatengemeinschaft und ist ein Gebot der Menschlichkeit, humanitäre Hilfe zu leisten. Das humanitäre System ist wichtiger Bestandteil unserer regelbasierten Weltordnung.\“
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