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Allianz für Weltoffenheit startet Mitmach-Aktion \“Deutschland #vereint\“ – für Demokratie, Solidarität und Rechtsstaat

In Deutschland engagieren sich Millionen Menschen
privat, in ihrem Unternehmen, in Vereinen, Parteien und
Organisationen für den Zusammenhalt unserer vielfältigen Gesellschaft
und gegen Rassismus und Ausgrenzung. Die Allianz für Weltoffenheit,
ein Bündnis von neun zivilgesellschaftlichen Organisationen und
Verbänden, möchte diesem Engagement eine Bühne bieten. Zum 3.
Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, startet sie ihre Initiative
\“Deutschland #vereint\“.

Engagierte Menschen sind aufgerufen, ihre Fotos zum Thema auf der
Webseite www.deutschland-vereint.de hochzuladen, die heute
freigeschaltet wird. Die Mitmach- und Mutmach-Aktion \“Deutschland
#vereint\“ läuft bis zum 9. November 2018. Damit wirbt die Allianz für
die Würde des Menschen, wie sie in Artikel 1 des Grundgesetzes
garantiert ist. Sie will ein Zeichen setzen für ein weltoffenes und
demokratisches Deutschland und tritt jeder Form von Diskriminierung
entgegen.

Heinrich Bedford Strohm, EKD-Ratsvorsitzender: \“Die
Ausschreitungen von Chemnitz haben gezeigt, wie zerbrechlich unsere
Gesellschaft ist. Zugleich gibt es in Deutschland eine tiefe
Sehnsucht nach Halt und Orientierung. Wir sollten uns klarmachen, aus
welcher Kraft und mit welchen Grundorientierungen wir leben. Unsere
Antwort auf jeden rechtspopulistischen Vereinfacher, auf jede
menschenverachtende Parole, egal ob aus Ost oder West, kann nur
trotzige Zuversicht sein. Wir werden uns unsere Lebenskultur nicht
zerstören lassen. Wir werden nicht zulassen, dass eine Atmosphäre des
Misstrauens und des Hasses und der Verzagtheit in unserem Land Raum
greift. Wir machen uns stark für ein zuversichtliches Deutschland, in
dem die Menschen in wechselseitigem Respekt und in einem breit
getragenen Konsens über die Grundlagen unseres Miteinanders vereint
zusammenleben.\“ Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender: \“Unsere Demokratie
ist vielfältig und bunt, ja, manchmal auch anstrengend. Sie
garantiert Freiheit und Vielfalt, Rechtstaatlichkeit und Mitsprache.
Sie verdient es, dass wir uns täglich für sie einsetzen und
engagieren. Wir werden sie nicht von den Rechtspopulisten und
Nationalisten diskreditieren oder in Frage stellen lassen. Jeden Tag
arbeiten Menschen aus vielen Ländern Seite an Seite in unseren
Werkshallen, auf Baustellen oder im Büro gut und solidarisch
zusammen. Menschen, die zusammen arbeiten sind sich nicht fremd, egal
woher sie kommen. Täglich werden aus Kollegen Freunde und Partner.
Gemeinsam kämpfen wir für eine solidarische und weltoffene
Gesellschaft.\“

Ingo Kramer, Arbeitgeberpräsident:

\“Der 3. Oktober steht nicht nur für die deutsche Einheit, sondern
symbolisiert auch grundlegende Werte wie Weltoffenheit, Gemeinschaft
und Solidarität. Auf diese Werte sollten wir uns rückbesinnen –
insbesondere in Zeiten, in denen unser Land auseinanderzudriften
droht. Deutschlands Zukunft liegt in einem vereinten Europa.
Nationalistische Tendenzen schaden nicht nur dem Ansehen Deutschlands
insgesamt, sie schaden auch der wirtschaftlichen Entwicklung in
unserem Land. Deshalb treten wir heute – in einer breiten
gesellschaftlichen Allianz – für Demokratie, Rechtsstaat und
Weltoffenheit ein.\“

Jan Holze, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend: \“Sport bringt
Menschen unterschiedlichster sozialer und kultureller Herkunft aus
allen Altersgruppen unserer Gesellschaft zusammen. Sport steht für
Fairplay, Toleranz und Respekt. Insbesondere für die mehr als zehn
Millionen Kinder und Jugendlichen in unseren Sportvereinen ist die
Gemeinschaft im Sport eine Schule des Lebens. Daher zeigt der unter
dem Dach des DOSB organisierte Sport in dieser Allianz Haltung: gegen
Gewalt, Hass und Hetze – für Demokratie, Respekt und Freiheit!\“

Informationen zur Allianz:

Die \“Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und
Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt\“
besteht seit Februar 2016. Gründungsmitglieder sind der Deutsche
Gewerkschaftsbund (DGB), die Bundesvereinigung der Deutschen
Arbeitgeberverbände (BDA), die Deutsche Bischofskonferenz, der
Deutsche Kulturrat e. V., der Deutsche Naturschutzring (Dachverband
der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen – DNR),
der Deutsche Olympischer Sportbund (DOSB), die Evangelische Kirche in
Deutschland (EKD), der Koordinationsrat der Muslime (KRM) sowie der
Zentralrat der Juden in Deutschland.

Der Gründungs-Aufruf der Allianz wird von hunderten weiteren
Organisationen und Verbänden unterstützt.
www.allianz-fuer-weltoffenheit.de

Hannover, 28. September 2018

Pressestelle der EKD

Carsten Splitt

Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 – 2796 – 269
E-Mail: presse@ekd.de

Original-Content von: EKD Evangelische Kirche in Deutschland, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 28. September 2018.

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