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Allgemeine Zeitung Mainz: Dramatisch / Kommentar von Ralf Heidenreich zu DB Cargo

Die große Koalition hat sich zum Ziel gesetzt, mehr
Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen. Ein gutes Ziel, doch
leider sind diesem von einer Seite her Grenzen gesetzt, wo man diese
wohl als Letztes vermuten würde: Die Bahn-Tochter DB Cargo ist in
ihrer derzeitigen Verfassung nicht in der Lage, diese zusätzlichen
Güter zu befördern. Die Wirtschaft brummt, die politischen
Rahmenbedingungen sind günstig – und dennoch verliert DB Cargo im
wichtigen Heimatmarkt Deutschland Marktanteile, und zwar dramatisch.
Externe Faktoren spielen hier also nicht die entscheidende Rolle.
Auch die sicherlich an allen Ecken und Enden fehlenden Lokführer
können nicht als der alleinige Grund für die Misere herhalten. Die
Konkurrenz leidet ebenfalls unter Personalmangel – und jagt dem
Branchenführer dennoch Marktanteile ab. Vielmehr ist ein Großteil der
Probleme hausgemacht. Ein klares Indiz liefert das Hin und Her bei
der Personalentwicklung. Zuerst hieß es, dass dringend 2000
Arbeitsplätze abgebaut werden müssen. Dann macht man auf einmal eine
Lücke von ebenfalls 2000 Stellen aus. Vorstandschef Bosch steht vor
einer Herkulesaufgabe. Er muss einen schwerfälligen Koloss zu einem
wendigen Unternehmen formen, das schnell auf Veränderungen reagieren
kann. Und er muss dringend dafür sorgen, dass bei der Bahn-Tochter
endlich alle an einem Strang ziehen.

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Alexandra Maus
Newsmanagerin
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de

Original-Content von: Allgemeine Zeitung Mainz, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. Juli 2018.

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Categories: Vermischtes

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