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Allg. Zeitung Mainz: Pervers / Kommentar zu Waffen aus dem 3D-Drucker / Von Friedrich Roeingh

Kann man das amerikanische Waffenrecht noch liberal
nennen, oder ist es schlicht pervers? Pervers sind auf jeden Fall die
Pläne, den Bau von Waffen mittels 3D-Druckern zu ermöglichen. Ein
Weg, den die Trump-Regierung im Zuge eines außergerichtlichen
\“Vergleichs\“ schon freigegeben hatte und den die Generalstaatsanwälte
von neun Bundesstaaten nun auf den letzten Drücker zu verbauen
suchen. Schlimm genug, dass Waffenbesitz in den USA ein Bürgerrecht
ist. Noch schlimmer, dass in vielen Bundesstaaten auch
Schnellfeuergewehre für Privatpersonen zugänglich sind, die
eigentlich für den Kriegseinsatz geschaffen wurden und der
Ausgangspunkt vieler Amokläufe und Massaker sind. Die geplante
Freigabe für Bauanleitungen von Waffen aus dem 3D-Drucker setzt
insofern noch eins drauf: Diese Waffen wären nicht einmal mehr
registriert. Und selbst jene Menschen, denen der Besitz von
Schusswaffen untersagt ist, könnten sich diese künftig ohne Probleme
besorgen. Und dann wird die geplante Veröffentlichung dieser Baupläne
auch noch mit dem ersten Verfassungsgrundsatz gerechtfertigt, der die
Redefreiheit garantiert. Wenn das ein Gericht durchgehen lässt…
Angesichts der Neubesetzung der obersten US-Gerichte mit
Ultrakonservativen durch die Trump-Regierung muss man allerdings auch
schon bei der amerikanischen Justiz um den gesunden Menschenverstand
bangen. So könnte ausgerechnet die amerikanische Waffenlobby noch zu
einem wichtigen Verbündeten gegen die irrsinnigen Pläne für Waffen
Marke Eigenbau werden.

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Wolfgang Bürkle
Newsmanager
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de

Original-Content von: Allgemeine Zeitung Mainz, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 31. Juli 2018.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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