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Alison Bechdel: Auf diesen sexistischen Film kann die Erfinderin des Sexismus-Tests nicht verzichten / Kult-Autorin outet sich als Fan von Bill-Murray-Klassiker – Scharfe Kritik an US-Buchverboten

 

Alison Bechdel, Comiczeichnerin und Schöpferin des\“Bechdel-Tests\“, stauntüber die Wirkung ihrer Prüfmethode für Sexismus im Kino:\“Das verstehe ich selbst nicht. Anfang der 2000er-Jahre kam das im Internet auf. Da habe ich zum ersten Mal bemerkt, dass junge, feministische Filmstudentinnen anfingen, darüber zu sprechen\“, sagte Comic-Autorin Alison Bechdel der\“Neuen Osnabrücker Zeitung\“(noz).

Der Bechdel-Test geht auf einen Witz in einem frühen Comic zurück. Demnach sind Filme nur dann nicht sexistisch, wenn 1. mindestens zwei Frauen vorkommen, die 2. miteinander reden – und zwar 3. über was anderes als einen Mann.

\“Ich verfolge das kaum\“, sagte Bechdelüber die von ihr ausgelöste Debatte.\“Dafür habe ich gar keine Zeit. Ich mache andere Dinge. Filme sind gar nicht mein Fokus. Und trotzdem fragen die Leute mich jetzt immerzu, welche Filme den Bechdel-Test bestehen. Und ehrlich gesagt, weiß ich es nicht\“, so Bechdel.

Auf die Frage nach einem Lieblingsfilm, der ihren Test nicht besteht, nannte Bechel:\“Und täglich grüßt das Murmeltier\“mit Bill Murray.\“Der Film fällt komplett durch. Andie MacDowells Figur ist absolut eindimensional und hat nicht die geringste Tiefe. Aber ich liebe diesen Film trotzdem. Mir gefällt, wie Bill Murrays Charakter ständig versucht, ein besserer Mensch zu werden. Mit all dieser Zeit, die er plötzlich hat, erlebt er einspirituelles Erwachen und begreift, dass der einzige Sinn seiner Existenz darin besteht, anderen zu helfen. Das finde ich bewegend.\“

Bechdel verurteilte außerdem die Entfernung ihrer Bücher aus US-Schulbibliotheken:\“Ich bin fassungslosüber die Dreistigkeit und den Stumpfsinn dieser Verbote\“, so die Autorin.\“In Missouri hat ein Mann in einer Schulratssitzung verlangt, dass Fun Home aus der Schulbücherei verschwindet. Er hat die einzige Sexszene rausgepickt, in der ich als Studentin mit meiner Freundin schlafe, und die Bilder dann riesig aufgeblasen\“, so die Autorin.\“Ein paar Monate später wurde genau dieser Mann wegen Kindesmissbrauchs verhaftet. Das ist das perfekte Bild: Diese Leute sind selbst das Problem. Und nicht die Leute, die ehrliche Bücher über Sexualität schreiben.\“

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Contentvon: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 3. Juli 2026.

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Categories: Allgemein

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