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92 Prozent der Online-Lerner zufrieden mit dem Nutzen, sagt openHPI-Studie

Wer an kostenlosen offenen Onlinekursen teilnimmt,
um sich für die Digitalisierung fit zu machen, ist überwiegend
zufrieden mit dem Nutzen. \“92 Prozent der Teilnehmer bestätigen, dass
sie das Wissen unmittelbar im Alltag anwenden können\“, teilte Prof.
Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) am
Freitag, 17. Mai, mit. Er hatte vor einem halben Jahr 187.000
Personen befragen lassen, die bereits an solchen Massive Open Online
Courses (MOOCs) auf der internationalen IT-Lernplattform openHPI
seines Instituts (https://open.hpi.de) teilgenommen haben. Sie
existiert seit 2012 und gilt damit als erste europäische
MOOC-Plattform mit Bildungsinhalten für jedermann. 88 Prozent ihrer
Nutzer stammen aus Europa.

\“Als Nutzen nennen 81 Prozent der Antwortenden, dass man komplexe
Sachverhalte, über die in den Medien berichtet wird, leichter
versteht, seine Arbeit erfolgreicher ausführen kann oder einfach
seinen Hobbies besser nachgehen kann\“, berichtete Meinel. 52 Prozent
sähen jetzt sogar Karrierevorteile in ihrem Beruf. 23 Prozent
erklärten, sie hätten nach dem Kurs einen neuen Job annehmen können.
\“Nur 8 Prozent teilten uns mit, dass sie das erworbene Wissen und die
Kenntnisse bisher nicht anwenden konnten\“, sagte Meinel.

Nach seinen Worten möchte die Mehrheit der Online-Lerner den Kurs
mit einem benoteten Zertifikat abschließen, um es künftig einmal in
beruflichem Zusammenhang einsetzen zu können. \“Zwei Drittel speichern
ein solches Zertifikat nach erfolgreichem Abschluss ihres
Onlinekurses zunächst auf ihrem Computer. Rund ein Viertel fügt es
bei einer Bewerbung um einen neuen Job den Unterlagen bei und etwa
zehn Prozent legen es sogleich ihrer Personalabteilung vor\“,
erläuterte der Informatikwissenschaftler.

Sein Team wertete im Rahmen einer großen Jahresumfrage insgesamt
1.400 Antworten von openHPI-Nutzern aus. 70 Prozent von ihnen hatten
mindestens einen Onlinekurs auf der Lernplattform für
Informationstechnologie und Innovationen mit einem Zertifikat
abgeschlossen. Laut Befragungsergebnis sind zwei Drittel der
openHPI-Nutzer männlich. Überwiegend handelt es sich um 30- bis
59-Jährige. Der Mittelwert des Alters liegt bei 40 Jahren. Die
Mehrheit der mittlerweile knapp 200.000 einzelnen Teilnehmer hat ein
Studium mit dem Bachelor oder Master oder einem vergleichbaren Grad
abgeschlossen und ist seit mindestens fünf Jahren in seinem Beruf
tätig.

Wissenschaftler: Deutschland muss bei lebensbegleitendem Lernen
aufholen

Meinel verwies bei der Bekanntgabe dieser Zahlen auch auf die am
Freitag, 17. Mai, von der Statistikbehörde Eurostat veröffentlichten
Daten zur Beteiligung Erwachsener am lebenslangen Lernen. \“Die EU
strebt bis 2020 an, dass durchschnittlich mindesten 15 Prozent der
Erwachsenen am lebensbegleitenden Lernen teilnehmen sollen.
Tatsächlich aber liegt die Teilnahmequote an der Erwachsenenbildung
derzeit erst bei 11,1 Prozent und in Deutschland sogar nur bei 8,2\“,
sagte Meinel.

Im deutschsprachigen Raum komme Österreich laut EU-Statistik
hingegen auf 15,1 Prozent und das Nicht-Mitgliedsland Schweiz sogar
auf 31,8 Prozent. Überdurchschnittlich hohe Werte zwischen 20 und 30
Prozent bei den Lernaktivitäten nach Ende der Erstausbildung erzielen
die skandinavischen Staaten.

\“Deshalb ist es wichtig, dass immer mehr Beschäftigte kostenlose
digitale Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten wie die von openHPI
nutzen. Dies sei vor allem notwendig, um sich auf die fortschreitende
Digitalisierung der Arbeitswelt einzustellen\“, betonte der Direktor
des Hasso-Plattner-Instituts. Die Online-Kurse dessen
Internet-Plattform https://open.hpi.de, die orts- und zeitunabhängig
absolviert werden können, sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern
helfen, Kompetenzen auf den Feldern Informationstechnologie und
Innovation zu entwickeln und gezielt zu erweitern.

Berufstätige bekommen digitale Aus- und Weiterbildung geschenkt

\“Rasante Innovationen treiben in allen Unternehmen die
Digitalisierung voran\“, unterstrich Meinel. Deshalb trage sein
Universitätsinstitut dazu bei, dass auch immer mehr Berufstätige \“in
Sachen digitale Allgemeinbildung auf den neusten Stand gebracht
werden\“.

Den Gratis-Zugang zu neustem Hochschul-Wissen biete openHPI seit
2012 grundsätzlich allen Interessenten an. \“Lustvolles Lernen im
Internet, unabhängig von Bildungsabschluss, Aufenthaltsort oder
Tageszeit, soll jedem möglich sein\“, so der Potsdamer
Informatik-Professor. Dieselben Wissenschaftler, die den Studierenden
im HPI-Hörsaal aktuelle Erkenntnisse vermitteln, halten auch die
Internetnutzer daheim, unterwegs oder im Büro auf dem Laufenden.

Kostenloses Angebot an Online-Kursen

Alles wird finanziert von Stifter Prof. Hasso Plattner, einem der
Gründer des Softwarekonzerns SAP. \“Unserem Mäzen liegt am Herzen,
dass auch andere eine so gute Bildung geschenkt bekommen, wie er sie
genoss\“, unterstrich Institutsdirektor Meinel.

In der weltumspannenden virtuellen Lerngemeinschaft des
Hasso-Plattner-Instituts sei jeder willkommen, der \“durch
interaktives gemeinsames Lernen die digitale Welt besser verstehen
und sie mitgestalten möchte\“, so der Professor.

Hinweis für Redaktionen: Die am 17.5. auf Englisch veröffentliche
Eurostat-Meldung ist hier zu finden http://ots.de/d8tSa1 .

Einige Fakten zu openHPI

Gestartet am 5. September 2012
Einzelne Nutzer: knapp 200.000*
Kurseinschreibungen: gut 608.000*
Ausgestellte Leistungsnachweise: mehr als 61.000*
Archivierte Kurse fürs Selbststudium: rund 70*
Kurs-Sprachen: Deutsch, Englisch, Chinesisch
Webseite: https://open.hpi.de
*alle Angaben beziehen sich auf Mai 2019

Pressekontakt:
presse@hpi.de
Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de
und Friederike Treuer, Tel. 0331 5509-177, friederike.treuer@hpi.de

Original-Content von: HPI Hasso-Plattner-Institut, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 21. Mai 2019.

Tags:

Categories: Bildung & Beruf

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