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62 Tonnen illegales Hormonfleisch aus Brasilien in europäischen Regalen: Deutsche Umwelthilfe warnt vor Gesundheitsrisiken und kritisiert massives Kontrollversagen bei Importen

 

Mehr als 62 Tonnen brasilianisches Rindfleisch, das mit dem in Europa verbotenen Wachstumshormon Estradiol erzeugt wurde, sind laut Medienberichten auf den Europäischen Markt gelangt und wurden auch in Deutschland und Italien verkauft. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt vor den gesundheitlichen Risiken und sieht gravierende Defizite bei Kontrollen im Fleischmarkt in Deutschland und Europa. Estradiol ist ein Sexualhormon, das in Brasiliens Rindfleischproduktion standardmäßig als Mastbeschleuniger eingesetzt wird. In Europa ist es verboten, da es im Verdacht steht, krebserregend und aufgrund der hormonellen Wirkung gesundheitsgefährdend zu sein. Bereits in 2024 und 2025 hatten Recherchen aufgedeckt, dass es in Brasilien keine zuverlässigen Kontrollen der Fleischexporte gibt mit Blick auf EU-Standards gibt. Die Hormonfleisch-Funde zeigen aus Verbraucherschutzsicht, dass auch die EU-Importkontrollen völlig unzureichend sind und tonnenweise mit Hormonen belastetes Fleisch in den europäischen Handel kommen kann.

Dazu DUH-Agrarexpertin Reinhild Benning:

\“Bei Fleischimporten fehlen wirksame Kontrollen der Lieferketten auf Hormon- und Antibiotikakontamination. Es kann nicht sein, dass wiederholt tonnenweise mit Hormonen kontaminiertes Fleisch auf den europäischen Markt gelangt – das ist systematisches Kontrollversagen. Wer in Deutschland einkauft, darf erwarten, dass EU-Standards gelten – und nicht hormonelle Wachstumsförderer eingesetzt wurden, die als krebserregend gelten und seit über 40Jahren streng verboten sind. Statt das EU-Lieferkettengesetz auszuhöhlen, sollte die EU-Kommission dem Schutz der Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher oberste Priorität einräumen. Wer sich vor potenziell krebserregendem Hormonfleisch schützen will, sollte auf Fleisch ohne klare Herkunftskennzeichnung etwa in Restaurants und Imbissen verzichten. Wenn es unbedingt Fleisch sein soll, dann ist heimisches Biofleisch am besten kontrolliert.\“

Link:

EU-Warnmeldung: https://webgate.ec.eur…ion/827156 (https://webgate.ec.europa.eu/rasff-window/screen/notification/827156)

Pressekontakt:

Reinhild Benning, Senior Expert Landwirtschaft und Agrarökologie
0151 17918487, benning@duh.de

DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V.,übermittelt durch news aktuell

Posted by on 3. März 2026.

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Categories: Allgemein

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