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58. Kunstbiennale in Venedig -MAY YOU LIVE IN INTERESTING TIMES-

Zum Kurator der Ausstellung wurde der Amerikaner Ralph Rugoff (1959) berufen. Rugoff ist seit 2006 Direktor der Hayward Gallerie in London, die zu den bedeutendsten Kunstgallerien Großbritanniens zählt und hat 2015 in Lion die XIII Biennale kuratiert. Rugoff ist nach Robert Robert Storr (2017) der zweite Amerikaner, der die Biennale in Venedig kuratiert.
Weitere Informationen zur Biennale 2019 in Venedig:
https://www.stadtfuehrungen-venedig.de/biennale.htm

Der Titel der 58. Kunstbiennale ist MAY YOU LIVE IN INTERESTING TIMES. \“Mögest Du in interessanten Zeiten leben\“, so die wörtliche Übersetzung, ist nichts anderes als ein chinesischer Fluch. Es ist zu erwarten, dass sich die 79 Künstler, die Rugoff aus den 5 Kontinenten eingeladen hat, mit den existenziellen Fragen unserer Zeit auseinandersetzen werden. Die Bedeutung zeitgenössischer Kunst besteht nach Rugoff nicht darin, dass sie direkt auf politische, soziale Zustände Einfluss nimmt, sondern dass sie das Bewusstsein der Rezipienten schärft und damit eine Veränderung einzuleiten vermag.
Wie üblich werden die Künstler auf die beiden Ausstellungsbereiche Giardini und Arsenal verteilt werden.
Führungen und Besichtigungen in Venedigs Arsenal zur Kunst Biennale 2019:
https://www.stadtfuehrungen-venedig.de/arsenal.htm

Insgesamt 90 Länder werden bei der diesjährigen Biennale teilnehmen, von denen 4 Neuzugänge sind: Algerien, Ghana, Madagascar und Pakistan. Auffällig ist die hohe Zahl von Frauen, die in diesem Jahr die Länderpavillons alleine bespielen, alleine in den Giardini sind das Australien (Angelica Mesiti), Dänemark (Larissa Sansour), Frankreich (Laure Prouvost), Deutschland (Natascha Süder Happelmann), Großbritannien (Cathy Wilkes), Israel (Aya Ben Ron), Österreich (Renate Bertlmann), Schweiz (Pauline Boudry, Renate Lorenz).

Der Deutsche Pavillon wird dieses Jahr von einer Ungarin, Franciska Zólyom (1973), kuratiert. Zólyom ist seit 2012 Direktorin der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leizpig (GfZK) ist. Natascha Sadr Haghighian, deren Geburtsort zwischen Teheran und Kassel liegt, ist zwischen 1953 und 1979 geboren – mit anderen Worten eine mysteriöse Person. Gesichert ist, dass die DeutschIranerin eine Installations- und Videokünstlerin ist. Die Künstlerin war bei der Documenta 13 und der Documenta 14 vertreten, und sie greift mit ihren Arbeiten oft politische Themen auf.
Auch die Schweiz hat eine Kuratorin, Charlotte Laubard, welche am Departement für Visuelle Künste an der HEAD (der Genfer Hochschule für Kunst und Design lehrt. Sie wird mit dem schweizer-deutschen Künstlerinnenduo Pauline Boudry (Lausanne 1972) und Renate Lorenz (Berlin 1963), auch diese beiden Film-Installationkünstlerinnen, das Konzept für den Pavillon entwickeln. Das Künsterlinnenduo arbeitet mit der Performance, um zeitkritische Inhalte zu verkörpern.

Felicitas Thun-Hochstein von der Akademie der bildenden Künste in Wien ist die erste \“KuratorIN\“ im österreichischen Pavillon. Thun-Hochstein hat Renate Bertlmann (Wien 1943) eingeladen, auch Bertlmann ist eine \“Erste\“, nämlich die erste Frau, die den Pavillon der Österreicher allein bespielt. Bertelmann zählt zu den großen Feministinnen der zeitgenössischen Kunst und arbeitet in den verschiedenen Disziplinen der Malerei, der Objektkunst, der Fotografie und des Films.

Zu den Ausstellungen in den Giardini und dem Arsenal kommen abgesehen von den Länderpavillons, die noch in der Stadt untergebracht sind, insgesamt 21 kollaterale Events, die die Ausstellungen der Biennale abrunden.

Posted by on 17. Juni 2019.

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