37 Millionen Euro pro Tag:Ölkonzerne kassieren während Waffenruhe im Irankrieg noch mehr ab / Greenpeace-Berechnung: Konzerne geben gesunkenen Rohölpreis an der Zapfsäule nicht weiter

Übergewinne addieren sich seit Beginn des Irankriegs auf knapp 1,2 Milliarden Euro
\“DieÖlkonzerne machen schamlos Kasse auf dem Rücken all derer, die von einem Verbrenner abhängig sind\“, sagt Greenpeace-Sprecher Matthias Lambrecht.\“EineÜbergewinnsteuer ist überfällig. Dieses Geld kann besonders betroffene Haushalte mit einer Mobilitätsprämie entlasten, Bus und Bahn ausbauen und das Angebot bezahlbarer E-Autos verbessern. Die Bundesregierung braucht einen Ausstiegsplan aus der fossilen Falle.\“Über den betrachteten Gesamtzeitraum (2. März bis 12. April) hinweg addieren sich die zusätzlichen Gewinne der Ölkonzerne in Deutschland auf 1,18 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Mit dieser Summe hätte die Bundesregierung etwa 60.000 Menschen ein kleines E-Auto schenken können, odermehr als 1,5 Millionen Menschen ein ÖPNV-Jahresticket.
Am Wochenende hat die Bundesregierung beschlossen, die Mineralölsteuer befristet auf zwei Monate um 17 Cent pro Liter zu senken. Eine teure und unspezifische Maßnahme, die schon im Jahr 2022 den Spritpreis kaum gesenkt hat, wie eine Studie des RWI Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung (https://www.rwi-essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/pressemitteilungen/detail/rwi-weitergabe-des-tankrabatts-im-jahr-2022-nahm-ueber-die-zeit-stark-ab-und-fiel-je-nach-region-sehr-unterschiedlich-aus) zeigt.\“Die eigentliche Knappheit am Spritmarkt steht uns erst bevor. Wenn die Bundesregierung ausgerechnet jetzt Benzin und Diesel verbilligt, macht sie das Problem nur noch größer\“, sagt Lambrecht.\“Dauerhaft raus aus dieser Krise kommen wir nur, wenn der Verbrauch vonÖl und Gas schnell und deutlich sinkt. Dazu brauchen wir mehr fossil-freie Lösungen: E-Autos, Bus, Bahn und Wärmepumpen.\“
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