3 Jahre nach dem Beben: Türkei-Nothilfe erfolgreich, ASB-Einsatz in Syrien geht weiter

\“Der ASB blickt auf einen intensiven Einsatz in der Türkei zurück, der dank des großen Engagements unserer Helferinnen und Helfern zum Erfolg wurde\“, sagt ASB-Geschäftsführerin Edith Wallmeier.\“Unmittelbar nach dem Erdbeben leisteten wir lebensrettende Hilfe und schafften in der Folge dringend benötigte Stabilität für die bedürftigsten Familien. Auch im ebenfalls schwer betroffenen Syrien konnten wir die Situation der Menschen vor Ort deutlich verbessern. Hier werden wir unser Engagement auch in Zukunft fortsetzen.\“
Erster Fokus auf Trinkwasser und Gesundheitsversorgung
Am 6. Februar 2023 hatte die Erde in der türkisch-syrischen Grenzregion so stark gebebt, dass nach offiziellen Angaben mehr als 57.000 Menschen ihr Leben und Hunderttausende ihr Zuhause verloren. Große Teile der Infrastruktur waren im Erdbebengebiet komplett zerstört, Ersthelferinnen und -helfer fanden ein verheerendes Bild vor.
– Der Arbeiter-Samariter-Bund reagierte umgehend und entsandte sein ehrenamtliches Schnelleinsatzteam (FAST) in die Erdbebenregion. Dessen Fokus lag zunächst auf dem Allerdringendsten: schnelle Aufbereitung von Trinkwasser und akute medizinische Versorgung. Insgesamt haben 28 Einsatzkräfte des ASB in den vier Wochen nach dem Beben über 200.000 Liter sauberes Trinkwasser an die Bevölkerung verteilt. Zudem wurden örtliche Kliniken mitMedikamenten und medizinischer Ausrüstung versorgt.
– Nach dem FAST-Einsatz nahm ein weiteres ASB-Team die Wiederaufbau-Arbeit in der besonders schwer betroffenen Stadt Antakya in der türkischen Provinz Hatay auf.
– 66 besonders schwer getroffene und bedürftige Familien konnten schon nach kurzer Zeit in eigens errichtete Wohncontainer ziehen. Weitere Container stellte der ASB für die Kinderbetreuung zur Verfügung, daneben unterstützten die Samariter vor Ort die Behörden in Hatay bei der Wiederherstellung des öffentlichen Transportsystems.
– Ein voll ausgestatteten Gesundheitsmobil sowie fünf Krankenwägen stellten die medizinische Erstversorgung auch in entlegenen Regionen sicher.
Syrien: ASB führt Hilfsprojekte fort
Auch auf der anderen Seite der Grenze, im Nordwesten Syriens, wo die humanitäre Lage auch vor dem Beben schon extrem angespannt war und zahlreiche syrische Binnenvertriebene leben, half der ASB schnell und unkompliziert. Eine 370 qm große Zeltambulanz, ausgestattet mit Medikamenten, Verbrauchsmaterial und Technik, diente als Cholera-Behandlungszentrum.
Weitere Projekte fokussierten sich auf den Zugang zu sauberem Wasser an Schulen, Bildungsarbeit zur Stärkung der Resilienz, Unterstützung der Gesundheitsversorgung sowie auf Maßnahmen des multisektoralen Wiederaufbaus in den vom Erdbeben besonders betroffenen Regionen Nordwest-Syriens.
Hier setzt der Arbeiter-Samariter-Bund seine Aktivitäten auch weiterhin fort, um aufgrund der nach wie vor riesigen Bedarfe strukturiert und nachhaltig Unterstützung zu leisten. Nach mehr als einem Jahrzehnt Krieg und anhaltender Instabilität bleibt Syrien weiterhin eines der drängendsten Einsatzgebiete für humanitäre Hilfe.
Die Hilfsprojekte des ASB mit Kosten in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro bis Ende 2025 finanzierten sich vollumfänglich über Spenden an die Aktion Deutschland Hilft, deren Mitglied der ASB ist.
Pressekontakt:
Albert Linner
Fachbereich Kommunikation und Public Affairs
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