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VhU Geschäftsstelle Rhein-Main-Taunus zu den Arbeitsmarktzahlen im August // Avenarius: „Wer Arbeit hat, ist gesünder“

Frankfurt am Main. Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Wiesbaden hat im August saisonüblich zugenommen. Im August 2016 meldeten sich 3.107 Menschen arbeitslos, zu-gleich meldeten sich 2.661 aus der Arbeitslosigkeit ab. Im Monatsdurchschnitt waren 15.798 Menschen arbeitslos, 448 mehr als im Vormonat. „Die inzwischen rund 2,8 Millionen Beschäf-tigten in Hessen sind die Basis für den Erfolg der hessischen Unternehmen. Wer Arbeit hat, ist außerdem deutlich seltener krank als Arbeitslose. Insofern ist das hohe Beschäftigungsniveau auch ein Beitrag zu mehr Gesundheit. Umgekehrt sehen wir mit Sorge, dass der Kranken-stand seit dem Jahr 2006 wieder ansteigt. Zuletzt auf durchschnittlich knapp 4 Prozent aller Arbeitnehmer der gesetzlichen Krankenkassen. Die Unternehmen sind jeden Tag auf die Fä-higkeiten und den Einsatz ihrer Mitarbeiter angewiesen, daher ist es ihnen besonders wichtig, dass Arbeitnehmer sich guter Gesundheit erfreuen. Dafür tun die Unternehmen auch viel“, sagte Friedrich Avenarius, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerver-bände (VhU), Geschäftsstelle Rhein-Main-Taunus.

Krankschreibungen stiegen bei guter Arbeitsmarktlage und sänken bei einer schlechten. Den behandelnden Hausärzten komme deshalb eine zentrale Rolle zu. „Hausärzte müssen genau prüfen, ob eine Erkrankung oder Verletzung wirklich dazu führt, dass ein Arbeitnehmer an seinem konkreten Arbeitsplatz nicht mehr arbeiten kann. Denn nur dann ist er wirklich ar-beitsunfähig. Ebenso müssen sie alle notwendigen Schritte einleiten, damit der Arbeitnehmer schnell wieder gesund wird und an seinen Arbeitsplatz zurückkehren kann. Hierzu gehört auch, dass notwendige Rehabilitationsmaßnahmen bei der Kranken- oder Rentenversiche-rung möglichst schnell eingeleitet werden, um dauerhafte Erkrankungen zu verhindern. Ein pauschales Krankschreiben ohne Rücksicht auf die Tätigkeit und notwendige Maßnahmen zur schnellen Genesung darf es nicht geben“, sagte Avenarius.

Avenarius fügte hinzu, dass die Ursachen für den gestiegenen Krankenstand nicht am Ar-beitsplatz zu suchen seien. „Die Zahl der Arbeitsunfälle in Deutschland hat sich dank des gro-ßen Engagements der Unternehmen seit Anfang der Neunziger Jahre halbiert. In ihrer Freizeit sind die Arbeitnehmer jedoch selbst für die Erhaltung ihrer Gesundheit verantwortlich. Unge-sunde Ernährung, fehlende Bewegung und gesundheitsschädliches Verhalten führen oftmals zu Erkrankungen und damit zu Arbeitsunfähigkeit oder schlimmstenfalls sogar in die Er-werbsunfähigkeit“, sagte Avenarius.

Das Gesamtangebot an offenen Stellen im Agenturbezirk Wiesbaden beläuft sich auf 7.230 und damit auf mehr als doppelt so viel, wie bei den Agenturen gemeldet. Denn mit Internet, Zeitung oder persönlichem Netzwerk nutzen die Unternehmen auch andere Wege für die Ar-beitskraftsuche.

Posted by on 31. August 2016.

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