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„ttt – titel thesen temperamente“ (BR) am Sonntag, 14. Mai 2017, um 23:25 Uhr

„ttt“ von der 57. Kunstbiennale in Venedig

Die Augen der Kunstwelt sind wieder nach Venedig gerichtet: die
57. Kunstbiennale findet ab 13. Mai unter dem Motto „Viva Arte Viva!“
statt. Hauptkuratorin Christine Macel möchte unter diesem Schlachtruf
im Zentralen Pavillon in den Giardini und im Arsenale ein
Ausrufezeichen setzen für die Kunst und die Situation von Künstlern
angesichts weltweiter Konflikte und Verwerfungen. „ttt“ wird diesem
Ansatz nachspüren und schauen, ob wirklich davon Zeugnis abgelegt
wird, von dem, was uns zu Menschen macht, von individuellem Ausdruck,
von Freiheit und welche Rolle die Kunst überhaupt bei den
zeitgenössischen Debatten spielen soll und kann. Die Ausstellung im
Arsenale und dem Zentralen Pavillon soll sich, so Christine Macel,
als eine Abfolge von neun Transnationalen-Pavillons entfalten.

Bei der großen immer noch auch Ländervergleichs-Show der Kunst
ziehen bestimmte Länder mit ihrer Präsentation die Aufmerksamkeit
traditionell besonders an: Den deutschen Pavillon bespielt diesmal
die junge deutsche Performance- Künstlerin Anne Imhof. Die 2015 mit
dem Preis der Nationalgalerie ausgezeichnete Künstlerin ist eine
extrem spannende Wahl und wird in Venedig mit ihrer radikalen, sehr
stringenten Arbeit als große Favoritin für den Goldenen Löwen
gehandelt.

Beeindruckt hat uns auch der australische Pavillon, der von Tracey
Moffat mit viel Witz und in einer überzeugenden geschlossenen
Ästhetik als Referenz an die Geschichte ihrer Maori-Vorfahren
inszeniert wurde. Außerdem überzeugt hat uns Mark Bradford der die
Besucher über einen vermüllten Vorgarten in den amerikanischen
Pavillon lockt, in dem er mit souveräner Geste mit Malerei,
Skulpturen und Videos seinen Kommentar zur Lage der Nation abgibt.

Insgesamt 120 Künstler umfasst die Teilnehmerliste dieses Jahr –
darunter sehr viele unbekannte Namen. Aber neben den schon Genannten
werden auch Thomas Demand, Alexander Kluge, Olafur Eliasson, sowie
Damien Hirst mit seiner großen Show im Palazzo Grassi zu sehen sein.
Einer pompösen Schau mit Schätzen, die er angeblich auf dem
Meeresboden vor Südafrika gefunden hat.

Eine ganz besonders reizvolle Neuerung hat sich Kuratorin
Christine Macel ausgedacht: in den Giardini wird es eine sogenannte
„Offene Tafel“ geben, wo man mit den Künstlern der Biennale zu Mittag
essen kann – mittendrin unser Moderator Max Moor, der nicht nur
Hochwasser am Markusplatz mit Bravour gemeistert hat, sondern jetzt
auch – dank einer Performance im tunesischen Pavillon – über ein
internationales Flüchtlingsvisum verfügt, das seinen Schweizer Pass
fast überflüssig macht.

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor Autoren: Joachim Gaertner / Andreas Krieger
Redaktion: Sylvia Griss / Franz Xaver Karl (BR)

Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 23876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de

Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 12. Mai 2017.

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Categories: Internet, Kunst & Kultur

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