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„Stillen bedeutet auch harte Arbeit“:

Führende Expertin plädiert für mehr Ehrlichkeit gegenüber Müttern

Baar/Florenz. Stillen ist die natürlichste Sache der Welt – aber nicht immer ein Selbstläufer. Damit Mütter sich nicht von Schwierigkeiten abschrecken lassen, ist ehrliche Information wichtig. Dafür sprach sich Still-Expertin Prof. Diane Spatz auf dem 12. Internationalen Medela Still-und Laktationssymposium aus.

Muttermilch ist die beste Nahrung für Babys. Aber nicht jeder Stillstart ist einfach: „Es bedeutet auch harte Arbeit. Selbst Mütter mit ausgeprägtem Stillwunsch haben bisweilen mit Stillschwierigkeiten zu kämpfen, die sie an die Grenzen dieses Wunsches bringen“, so Prof. Diane Spatz, preisgekrönte Professorin für perinatale Krankenpflege. Deshalb müssen betreuende Ärzte, Hebammen und Pflegepersonal nicht nur Kenntnisse über die Anatomie der Brust und detailliertes Wissen über die Vorteile der Muttermilch haben, sondern das Thema Stillen in ihrer Kommunikation mit Müttern auch ehrlich behandeln.

Spatz fordert, Formulierungen wie „erfolgreiches Stillen“ ganz aus dem Sprachgebrauch zu streichen, denn diese würden unterschlagen, dass „Erfolg eben auch mit Rückschlägen einhergeht“. Stillenden Familien rät die mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnete Expertin, mit Monats-, Wochen- oder Tageszielen als Hilfestellung zu arbeiten.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass stillende Frauen Stillschwierigkeiten deutlich besser gewachsen sind, wenn sie sich der Bedeutung des Stillens bewusst sind. Eltern die Grundlage für fundierte Entscheidungen zu vermitteln, ist daher ein wichtiger Schritt, damit sich mehr Frauen weltweit für das Stillen entscheiden.

Vermutlich können nur 5% (1) aller Frauen aus körperlichen Gründen nicht stillen. Vielen mangelt es schlicht an der nötigen Unterstützung für einen gelungenen Start in die Stillzeit. Medela setzt sich mit forschungsbasierten Stillprodukten und Informationskampagnen seit mehr als 50 Jahren dafür ein, dass jedes Baby von den einzigartigen Vorteilen der Muttermilch profitieren kann.

(1) Neifert (2001) PREVENTION OF BREASTFEEDING TRAGEDIES, Paediatric Clinics of North America

Posted by on 12. Mai 2017.

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Categories: Gesundheit & Medizin

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