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Statements von Reinhilde Willems, Vizechefin der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA)

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?In allen Regionen Sachsens wurden im letzten Jahr zugewanderte Menschen bereits in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt integriert. Bei Vielen besteht aber weiter Handlungsbedarf bei Sprache und Qualifikation. Wir müssen die Menschen jetzt fit machen, damit sie künftig in Arbeit und Gesellschaft integriert werden können.?
?Die Arbeitsagenturen und Jobcenter stellen den Menschen mit Fluchthintergrund Angebote zur Verfügung, um sie auf Ausbildung oder Arbeit vorzubereiten. Wir investieren insbesondere mit Qualifizierung und Einarbeitung beim Arbeitgeber in die Verbesserung der Marktchancen unserer Kunden. Das gilt auch für die zugewanderten Menschen. Besonders gute Erfahrungen machen wir mit Betriebspraktika und Lohnzuschüssen für Betriebe.?
Beschäftigte: Zwei von tausend kommen aus einem Fluchtherkunftsstaat
Im September 2016 waren in Sachsen 1.5 Mio. Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Darunter waren 2.545 Frauen und Männer aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern. Im Vergleich zum Vorjahr ist deren Zahl um 1.028 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gestiegen (plus 67,8%), jedoch auf geringem Niveau. Denn insgesamt liegt der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern, an allen bei 0,2 Prozent. Von den 2.500 Beschäftigten Menschen aus den Nichteuropäischen Asylherkunftsländern arbeiten die meisten im Gastgewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Dienstleistungsbereich und im Verarbeitenden Gewerbe.  
Weitere Bemerkungen:
Der Erfolg der Integration liegt in der Kombination. Sprache gebündelt mit Kompetenzerfassung und Qualifizierung ist der schnellste Weg für jeden Einzelnen.
Wichtig ist, dass es keine Ängste der Verdrängung in der Gesellschaft braucht. Die Chancen auf Arbeit sind in Sachsen mit fast 35.000 freien Arbeitsstellen so gut wie nie zuvor.
Integration von Flüchtlingen erfordert Engagement, Flexibilität, Geduld und auch zusätzliche Investitionen. Das sind Investitionen in Menschen und deren Bildung, die sich langfristig rechnen.
Investitionen in Flüchtlinge sind klug investiertes Geld. Denn Bildung ist die beste Investition in die Zukunft ? das gilt für einheimische und ausländische Menschen.
Nur wenn wir Flüchtlinge gut integrieren und das mit Sprach- und Qualifikationserwerb vorfinanzieren, dann werden sie auch langfristig als Steuerzahler zur wirtschaftlichen Dynamik und zum Wohlstand beitragen.
Kurz und Mittelfristig wird es zwischen einheimischen Ausländern, Deutschen, Migranten und Flüchtlingen keinen Verdrängungseffekt auf dem Arbeitsmarkt geben.
  Aktueller Kurzbericht des IAB (Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung): http://doku.iab.de/kurzber/2017/kb0217.pdf

Posted by on 20. Juni 2017.

Categories: Bildung & Beruf

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