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Rheinische Post: Kommentar / Diesel-Steuervorteil auf Dauer nicht zu halten = Von Birgit Marschall

In einer Zeit, in der viele Städte über
Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge nachdenken, bevorzugt der Staat den
Diesel-Kraftstoff weiter massiv gegenüber herkömmlichem Benzin. Dass
da etwas nicht mehr zusammen passt, ist augenscheinlich. Der Diesel –
so traurig, schockierend und existenzgefährdend es für Autofahrer und
deutsche Hersteller ist – hält nicht, was man sich von ihm einst
versprochen hat: Er ist eben doch nicht in jeder Hinsicht
umweltschonender, sondern in den Ballungsgebieten in der Summe
giftiger als andere Fahrzeuge. Das wird Konsequenzen haben müssen.
Bund und Länder dürfen die Kommunen mit dem Problem nicht alleine
lassen, sondern müssen den Weg für intelligente Lösungen ebnen. Es
darf nicht sein, dass in deutschen Städten die EU-Abgaswerte
permanent weiter überschritten werden. Das gefährdet die Gesundheit,
gerade der Kleinsten. Es verschlechtert die Lebensqualität, und es
belastet die Natur. Eine intelligente, wenn auch längst nicht
optimale Lösung wäre die Blaue Plakette für alle Fahrzeuge, die die
höchste EU-Norm erfüllen. Zudem wird der Staat Diesel nicht mehr
lange gegenüber anderen Kraftstoffen bevorzugen dürfen. Das
Dieselprivileg wird durch die schlechte Luft ad absurdum geführt.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. April 2017.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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