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Rheinische Post: Der teure Zukunftsplan des Herrn Schulz Kommentar Von Birgit Marschall

SPD-Kanzlerkandidat Schulz muss in die
Offensive kommen. Das ist ihm mit der Vorstellung des „Zukunftsplans
für Deutschland“ noch nicht voll zufriedenstellend gelungen. Immerhin
war seine 50-Minuten-Rede gestern klar besser als seine
Parteitagsrede in Dortmund. Schulz präsentierte sich kämpferischer
und konzentrierter. Vor allem in der Europapolitik kann der frühere
EU-Parlamentspräsident mit Leidenschaft und manchen Argumenten
überzeugen. Schulz machte klar, dass Deutschland mehr Geld für die EU
bereitstellen muss, wenn sie nicht auseinanderbrechen solle. Doch ob
er die Bürger damit gewinnt, ist fraglich. Entschieden wird die Wahl
in Deutschland, nicht anderswo. Auch vielen Deutschen ist der
EU-Erhalt zwar wichtig, doch über die Botschaft „mehr Geld für
Europa“ dürften sie nicht begeistert sein. Hinzu kommt, dass der
SPD-Plan eine schwindelerregende Fülle weiterer „Offensiven“
vorsieht, die der Steuerzahler ebenfalls zu schultern hätte. Allein
das „Chancenkonto“ für Weiterbildung würde bei 44 Millionen
Erwerbstätigen rechnerisch mehr als 200 Milliarden Euro kosten. Die
SPD macht es der Konkurrenz zu einfach: Der schöne „Zukunftsplan“
lässt sich als unfinanzierbar argumentativ schnell beerdigen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 16. Juli 2017.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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