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Programmhinweise/-änderungen für das SWR Fernsehen vom 6.9. bis 15.10.2016

Dienstag, 06. September 2016 (Woche
36)/30.08.2016

18.45 RP: Landesschau Rheinland-Pfalz

Der kleine Ort Krümmel liegt an der A3 zwischen Dierdorf und
Selters im Westerwald. Viele LKW sind früher durch den Ort gefahren,
aber dank einer Umgehungsstraße herrscht jetzt große Ruhe. Leider
trifft das auch auf die Wirtschaft und die Freizeitmöglichkeiten im
Ort zu. Wer sich engagieren will, der kann der Feuerwehr beitreten.
Die ist hervorragend aufgestellt und kann sich über viel Nachwuchs
freuen.

Die derzeitige Ruhe im Ort spürt man auch auf der
Hauptverkehrsader. Die Hauptstraße ist, was den Verkehr angeht,
anderes gewohnt. Für die 340 Einwohner ist das etwas Neues und so
kann man hier Dinge hören, die man an einer Hauptstraße normalerweise
nicht hört. Manche Geräusche macht die Natur, andere der Mensch. Sie
alle erzählen kleine Geschichten. Natürlich sorgt die Feuerwehr ab
und zu für Geräuschkulisse, aber auch ein Mann mit seinem
Rasenmähertraktor oder eine Bewohnerin, die mit der alten Schulglocke
Botschaften übermittelt. Außerdem gibt es da noch ein junges
Unternehmen an der Hauptstraße, das den Zeitgeist erkannt hat und
Agrarmaschinen und die damit verbundene Dienstleistung verkauft.

Mittwoch, 05. Oktober 2016 (Woche 40)/30.08.2016

Für RP geändeten Beitrag beachten (getrennt von BW)

18.15 (VPS 18.14) RP: made in Südwest Die Weltenschaffer von
Gau-Algesheim Die Firma brima Modellanlagenbau und ihr größter
Auftrag Erstsendung: 21.10.2015 in SWR/SR

Sonntag, 09. Oktober 2016 (Woche 41)/30.08.2016

Tagestipp

20.15 Geschichte im Südwesten (bis 21.45 Uhr) Wie aus Besatzern
Freunde wurden Die Entstehung der Deutsch-Französischen
Freundschaft

Die alliierte Besatzung in Westdeutschland endet 1949 und es
beginnt ein neues Kapitel in der deutsch-französischen Geschichte. Es
ist die Zeit, in der aus ehemaligen Gegnern Freunde werden –
politisch und persönlich. Es ist Charles de Gaulle, der als einer der
ersten die Hand zur Versöhnung ausstreckt. Die Treffen zwischen ihm
und Konrad Adenauer in Bad Kreuznach, Baden-Baden und Ludwigsburg
schreiben Geschichte.

Gerade im Südwesten Deutschlands ist der Wunsch nach Freundschaft
zum französischen Nachbarn groß. Die geographische Nähe ist ein Grund
dafür. Der andere ist der, dass große Teile von Südwestdeutschland
zur ehemaligen Besatzungszone gehörten. Die französischen Soldaten
und ihre Angehörigen, die bis in die 90er Jahre im Land bleiben,
bringen die französische Lebensart in den Südwesten. Und die
Deutschen suchen umgekehrt den Kontakt – nicht nur mit den Soldaten,
sondern auch mit Städten und Gemeinden in Frankreich. Weit mehr als
einhundert Städtepartnerschaften entstehen. Vereine tauschen sich
aus, die Jugend trifft sich, deutsch-französische Kindergärten werden
gebaut, in Freiburg kann man einen deutsch-französischen
Schulabschluss machen. Mit Rheinland-Pfalz und Burgund sind es sogar
zwei komplette Regionen, zwei Weinbauregionen, die aufeinander
zugehen und den „Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz/Burgund“
gründen, der dieses Jahr sein 60-jähriges Jubiläum feiert.

Der Film stellt die Entwicklung der Beziehungen dar, spricht mit
denjenigen, die sie erlebt oder mitgestaltet haben. So zum Beispiel
General Jean-Louis Brette, ehemaliger Oberbefehlshaber der
französischen Streitkräfte in Deutschland, oder Till Meyer, der
Leiter des Hauses Rheinland-Pfalz in Burgund. Auch
deutsch-französische Ehepaare kommen zu Wort. Oder Matthias Heister:
Er hat 1950 mit Gleichgesinnten beider Nationalitäten die Grenzposten
bei Weißenburg niedergerissen – geprägt von dem Wunsch nach einem
einigen Europa.

21.00 Straßburg und Kehl

Zwei Grenzstädte und eine bewegende Geschichte

Die französische Stadt Straßburg ist berühmt als Europastadt mit
Sitz des europäischen Parlaments. Weniger bekannt ist die deutsche
Nachbarstadt Kehl, die der Rhein von Straßburg trennt. Beide Städte
haben ein gemeinsames Schicksal, in dem die Verschiebung der Grenze
zwischen Frankreich und Deutschland je nach politischer Lage eine
wichtige Rolle spielt. Heute bildet der Fluss die
deutsch-französische Grenze. Doch beide Städte gehörten im Laufe
ihrer Geschichte auch schon gemeinsam zu Deutschland oder gemeinsam
zu Frankreich. Wie unter einem Brennglas zeigt sich an ihrem
Schicksal die europäische Historie. Der Film erzählt die gemeinsame
Geschichte der vergangenen 150 Jahre und von Familien, deren Nachbarn
und Freunde berichten, wie sie die wechselnde Staatsangehörigkeit
erlebt haben.

Helmut Schneider aus Kehl, Jahrgang 1928, stand als Kind mit
seinen Eltern oft am Rhein und blickte sehnsüchtig auf das
Straßburger Münster. Immer wieder fragte er, warum er es nicht
ansehen dürfe, doch die Grenze war damals unpassierbar. Er war gerade
16 Jahre alt, als die Alliierten Straßburg von der deutschen
Besatzung befreiten und Kehl evakuiert wurde. Diesen Tag hat er als
„Weltuntergang“ in Erinnerung. Heute führt er Gruppen durch beide
Städte. Die Französin Germaine Keller wohnte ab 1945 als Kind mit
ihren Eltern in einer Villa in Kehl, das von 1944 bis 1953 eine ganz
und gar französische Stadt war. Diese Zeit hat sie in sehr schöner
Erinnerung behalten und war traurig, als die Familie nach der
Rückgabe von Kehl an Deutschland umziehen musste. Georg Hornung
stammt aus dem ländlichen Kehler Ortsteil Sundheim. Zu seiner Familie
gehörten Bäcker und Landwirte, sie betrieben regen Handel mit
Frankreich. Nach der Evakuierung 1944 durften die Sundheimer schon
früher als die restliche Bevölkerung heimkehren und Familie Hornung
nahm viele Flüchtlinge bei sich auf.

In drei Kriegen wurden die Städte abwechselnd von den Nachbarn
besetzt. Straßburg wurde 1870 von deutschen Truppen belagert,
großflächig zerstört und zu deutschem Reichsland erklärt. 1918 ging
es zurück an Frankreich und wurde 1940 wieder von Deutschen besetzt.
Kehl wurde nach dem Zweiten Weltkrieg acht Jahre lang von
französischen Truppen annektiert und erst 1953 freigegeben.
Währenddessen war die Bevölkerung vollständig evakuiert.

Dieses Hin und Her traf Menschen, die einen gemeinsamen Kultur-
und Sprachraum bildeten und die sich oft mehr der historisch
gewachsenen Region als der jeweiligen Nationalregierung verbunden
fühlten. Für viele bedeutete das eine gewaltsame Trennung über
Generationen hinweg. Autorin Tamara Spitzing hat Zeitzeugen befragt
und Archivmaterial gesammelt, das teilweise noch nie im Fernsehen zu
sehen war. Der Film zeichnet das Bild eines dramatischen, weitgehend
unbekannten Kapitels der regionalen Geschichte.

Heute liegen die beiden Nachbarstädte im Herzen eines vereinten
Europas. Seit 2004 verbinden nicht nur Auto- und Eisenbahnbrücken,
sondern sogar eine Fußgängerbrücke die beiden Städte. Diese viel
genutzte „Passerelle des Deux Rives“, der „Steg der zwei Ufer“
überspannt den Rhein als Symbol für ein friedliches Zusammenleben der
beiden Länder.

Montag, 10. Oktober 2016 (Woche 41)/30.08.2016

13.15 Planet Wissen

Energiewende – wie sie gelingen kann Erstsendung: 20.04.2015 in
SWR/SR

„Die Energiewende ist die große Aufgabe unseres Jahrhunderts“, ist
sich Felix Ekardt sicher. Denn nur eine radikale Wende im Umgang mit
Energie kann den Klimawandel noch abmildern. Als Jurist, Soziologe
und Philosoph glaubt er: „Die Energiewende ist unsere Pflicht,
moralisch und sogar rechtlich. Und: Sie ist mit wenigen Zutaten auch
machbar.“ Dass eine Kehrtwende bei der Energie sich sogar ökonomisch
lohnt, zeigt Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für
Wirtschaftsforschung.

20.15 Die Aufnahmeprüfung

Spielfilm Deutschland 2012 Erstsendung: 30.11.2012 in Das Erste
Autor: Jens Urban

Rollen und Darsteller:

Susanne Meissner____Birge Schade Markus Sedlow____Jan-Gregor
Kremp Ferdinand Meissner____Herbert Knaup Anni Süßmayer____Ilse
Neubauer Jean-Luc____René Dumont Marietta____Beate Maes
Krankenschwester____Lilly Forgách Toni Meissner____Til Schindler
Valerie Meissner____Alina Strauß Ludwig Meissner____Sandro Iannotta
Kilian____Philipp Breitfuss und andere Kamera: Carsten Thiele
Musik: Egon Riedel

Fünf Jahre sind vergangen, seit die Anästhesie-Ärztin Susanne
Meissner (Birge Schade) sich von ihrem egozentrischen Ehemann, dem
erfolgreichen Chirurgen Ferdinand (Herbert Knaup), hat scheiden
lassen. Auch wenn die beiden sich die Erziehung der drei gemeinsamen
Kinder teilen wollten, kümmert Susanne sich praktisch alleine um die
pubertierenden Sprösslinge Toni (Til Schindler), Valerie (Alina
Strauß) und Ludwig (Sandro Iannotta) – eine Aufgabe, die bei aller
Liebe auch jede Menge Kraft und Geduld erfordert. Ihre eigenen
Bedürfnisse kommen dabei oft zu kurz. Nun endlich scheint sie in dem
sympathischen und sensiblen Markus (Jan-Gregor Kremp) eine neue Liebe
gefunden zu haben. Monatelang hat sie sich davor gedrückt, ihren
Kindern von dem neuen Mann in ihrem Leben zu erzählen, denn es gibt
da ein kleines Problem: Markus ist der Mathelehrer von Sohnemann
Toni. Kein Wunder also, dass er bei seinem „Antrittsbesuch“ nicht
gerade begeistert empfangen wird.

Auch der großspurige Ferdinand begegnet dem Freund seiner Exfrau
mit überheblichem Spott. Bis er sich bei einem Sturz das Bein
verletzt und der traditionelle Abenteuerurlaub mit seinen Kindern
auszufallen droht. Da hat Susanne eine Idee: Kurzerhand beschließt
sie, mit Markus den Familienurlaub in Tirol anzutreten. Auf diese
Weise können die Kinder ihn besser kennenlernen, und er kann ihnen
beweisen, dass er mehr drauf hat als Gleichungen, Formeln und
Zensuren. Aber so sehr Markus sich auch bemüht, ein guter Kumpel zu
sein – die Sympathien der Kinder scheint er nicht gewinnen zu können.
Vor allem der mürrische Toni lässt kaum eine Gelegenheit aus, um dem
„Neuen“ seiner Mutter eins auszuwischen.

Nach vielen Mühen gelingt es Markus dann, allmählich das Vertrauen
des Trios zu gewinnen. Ausgerechnet da taucht der eifersüchtige
Ferdinand auf der Almhütte auf. Angesichts der fortwährenden
Sticheleien stößt bald auch Markus““ Geduld an ihre Grenzen. Dem sonst
so ruhigen Pauker platzt gewaltig der Kragen.

In der Familienkomödie „Die Aufnahmeprüfung“ verliebt sich eine
Mutter ausgerechnet in den Lehrer ihres Sohnes. Da ist Stress
programmiert und der sympathische Pauker hat nun seinerseits vor den
Kids einige Tests zu absolvieren. Birge Schade überzeugt als
alleinerziehende Mutter und Jan-Gregor Kremp gibt den sensiblen
Oberstudienrat, dessen Geduld auf eine harte Probe gestellt wird.

Zum Ensemble gehören Herbert Knaup als egozentrischer Exmann sowie
die Newcomer Til Schindler, Alina Strauß und Sandro Lannotta als
Geschwister-Trio. Gedreht wurde „Die Aufnahmeprüfung“ unter anderem
im malerischen Osttirol und in der „Sonnenstadt“ Lienz.

Dienstag, 11. Oktober 2016 (Woche 41)/30.08.2016

13.15 Planet Wissen

Gamification: Wie der Spieltrieb uns packt

Alles wird immer spielerischer: Die Bedienung von Computern,
Geräten und immer öfter auch die Arbeitswelt. So können selbst
monotone Dinge auf einmal Spaß machen. Werden langweilige
Arbeitsabläufe gezielt so umgestaltet, dass sie den menschlichen
Spieltrieb ansprechen, dann ist von Gamification die Rede. Aber warum
hat die Natur den Menschen und andere Säugetiere mit einem Spieltrieb
versehen?

Bei Birgit Klaus und Dennis Wilms zu Gast: Thomas Junker ist
eigentlich Apotheker. „Eher spielerisch“ hat er
Wissenschaftsgeschichte betrieben. So wurde er Mitherausgeber von
Darwins Briefwechsel an der Universität Cambridge. Heute lehrt er
Geschichte der Biologie in Tübingen. Jörg Niesenhaus ist Informatiker
und hat elf Jahre lang Computerspiele entwickelt, später über
Computerspielnutzer geforscht. Das macht ihn zum Fachmann für
Gamification. Er berät Unternehmen, monotone Arbeitsabläufe
interessanter zu gestalten.

Zugeschaltet sind Klaus Teuber und sein Sohn Benjamin. Vater Klaus
war eigentlich Zahntechniker und hat als Hobby Brettspiele erfunden.
Eines davon war „Die Siedler von Catan“, das erfolgreichste
Brettspiel aus Deutschland. Heute haben er und sein Sohn eine Firma,
die Brettspiele entwickelt.

Mittwoch, 12. Oktober 2016 (Woche 41)/30.08.2016

Korrigierten Sendetitel beachten!

Tagestipp

20.15 Leif trifft: arme Rentner Kein Wohlstand mehr im Ruhestand?

Kaum ein anderes politisches Thema bewegt die Menschen in
Deutschland derzeit stärker als die künftige Entwicklung der Renten.
Nahezu täglich kommen neue Warnungen von Wirtschaftsvertretern und
Politikern, dass die Arbeitnehmer künftig wesentlich länger bis zum
Rentenbeginn arbeiten müssen, höhere Versicherungsbeiträge zahlen und
eine deutlich geringere Rente erhalten sollen. Heute liegt das
Rentenniveau, das definiert, wie hoch die Altersbezüge eines
Durchschnittsverdieners mit 45 Beitragsjahren im Verhältnis zum
jeweils aktuellen Durchschnittslohn sind, bei knapp 48 Prozent.
Beschlossen ist bereits, dass dieses Niveau bis 2030 auf nur noch 43
Prozent sinken darf.

Gegen diesen Trend in Richtung „Armutsrenten“ wenden sich die
Vorsitzenden von SPD und CSU. Sigmar Gabriel und Horst Seehofer
fordern, das aktuelle Rentenniveau zu stabilisieren und sogar wieder
auszubauen. Unterstützt werden sie dabei von den Gewerkschaften und
Sozialverbänden. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will
verhindern, dass selbst große Teile der Normalverdiener mit dem
weiteren Absinken des Rentenniveaus in die Altersarmut abrutschen.
Die Rentenpolitik soll mit einer im September startenden Kampagne
„zum bestimmenden Thema im Bundestagswahlkampf 2017“ gemacht werden.
Eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit lehnen die
Arbeitnehmervertreter strikt ab, zumal schon heute nur noch jeder
sechste 64-Jährige sozialversicherungspflichtig beschäftigt sei.
Trotz der bereits beschlossenen schrittweisen Verlängerung der
Arbeitszeit bis zum 67. Lebensjahr wollen immer mehr Arbeitnehmer
früher in Rente, unter anderem auf der Grundlage von
Betriebsvereinbarungen.

Arbeitgeber und unternehmensnahe Institute streben mit ihren
Forderungen dagegen einen ganz anderen Rentenkurs an. Mitte August
forderte sogar die Deutsche Bundesbank die Verlängerung der
Lebensarbeitszeit auf 69 Jahre auszudehnen, in Etappen bis 2060. Das
Institut der deutschen Wirtschaft und die Industrieverbände gehen
noch weiter. Sie rechnen vor, dass der Rentenbeginn schon bald erst
mit 70 oder sogar 80 Jahre erfolgen könne. Der Grund: Die Deutschen
werden immer älter. Ihre Lebenserwartung steigt jedes Jahr um drei
Monate. Gleichzeitig fehlt der Nachwuchs aufgrund der geringen
Geburtenzahlen. Die Folgen, so die Mahner, dürften nicht länger
verdrängt werden. Männer beziehen heute knapp 19 Jahre Rente, Frauen
fast 23 Jahre. Noch vor zehn Jahren waren es drei bzw. zwei Jahre
weniger.

Den Streit um die Rente hat SWR Autor Thomas Leif zum Anlass für
eine Deutschlandreise genommen. In der Reihe „Leif trifft“ fragt er,
ob der Weg in die Armutsrente für viele wirklich vorgezeichnet ist
und warum die Zahl der Bezieher der Grundsicherung („Hartz IV für
Rentner“) massiv steigt? Gerade hier ist die Dunkelziffer der
betagten Bezieher hoch und die Scham, darüber in der Öffentlichkeit
zu sprechen, groß. Betroffene Rentner und Rentnerinnen,
Alleinerziehende und Erwerbsminderungsrentner kommen zu Wort und
erklären, wie sie mit weniger als zehn Euro am Tag über die Runden
kommen. Der Autor besucht die Lobby der Versicherungsindustrie, um
herauszufinden, wie die von vielen Politikern zunächst als
zusätzliche „Zweite Private Säule“ eingeführte und nun meist als
gescheitert angesehene Riester-Rente noch gerettet werden kann. Etwa
2.000 Anbieter verkaufen rund 4.300 verschiedene Riester-Produkte,
erreichen damit aber nicht die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
die ohnehin eine sehr geringe Rente zu erwarten haben.

Was geschieht hinter den Kulissen der Politik und des von
Arbeitsministerin Andrea Nahles nicht öffentlichen „Rentendialogs“,
mit dem sie die gegensätzlichen Interessenvertreter auf eine
Konsenslinie bringen will? Interne Protokolle belegen, dass alle
Veränderungen in der Rentenpolitik stets ein Handicap haben – von der
avisierten Angleichung der Ostrenten, dem angekündigten Ausbau der
Betriebsrenten bis zur nochmaligen Verbesserung der Mütterrente. Sie
belasten die Rentenversicherung oder den Staatshaushalt meist mit
zweistelligen Milliardenbeträgen, bringen Vorteile für jeweils einen
Teil der Rentnergeneration und Nachteile für die Jungen. Nach
aktuellen Umfragen stehen die heutigen Beitragszahler und künftigen
Rentner dem deutschen Rentensystem aufgrund der demografischen
Herausforderungen ohnehin skeptisch gegenüber. Dazu kommt, dass
bereits im Jahr 2020 die Bundeszuschüsse zur Rentenkasse die Marke
von 100 Milliarden Euro übersteigen werden.

Leif trifft die Rentnerrepublik und geht in der 45-minütigen
Dokumentation der „Quadratur des Kreises“ in einer von
widerstreitenden Interessen geprägten Rentenpolitik auf den Grund. In
der Öffentlichkeit oft verdrängte Fakten und Zusammenhänge werden
ausgeleuchtet und die Folgen geklärt. Prof. Dr. Franz Ruland, der als
langjähriger Chef der Rentenversicherung auch als „Rentenpapst“
bezeichnet wird, sagt bilanzierend gegenüber dem SWR: „Es ist
unvermeidlich, dass die Beiträge steigen werden; es ist
unvermeidlich, dass das Rentenniveau sinken wird; deshalb wird auch
der Bundeszuschuss für die Renten ansteigen.“

Ausführliches Themendossier auf www.swr.de/leiftrifft mit den
vollständigen Interviews, den wichtigsten Studien und
Hintergrundinformationen.

22.00 Tatort: Ihr Kinderlein kommet

Fernsehfilm Deutschland 2012 Erstsendung: 09.04.2012 in Das
Erste Autor: Jürgen Werner

Rollen und Darsteller:

Hauptkommissar Max Ballauf____Klaus J. Behrendt Hauptkommissar
Freddy Schenk____Dietmar Bär Hauptkommissarin Eva Saalfeld____Simone
Thomalla Hauptkommissar Andreas Keppler____Martin Wuttke Peter
Bransky____Anian Zöllner Anna Römer____Lotte Flack David
Schmelzer____Josef Heynert Thomas Röpke____Thomas Arnold Petra
Röpke____Anja Lais Stefan Graz____Jan Henrik Stahlberg
Franziska____Tessa Mittelstaedt Rechtsmediziner Dr. Joseph
Roth____Joe Bausch und andere Musik: Karim Sebastian Elias Kamera:
Clemens Messow

In einem Wagen auf einem Kölner Schrottplatz werden Spuren der
15-jährigen, in Leipzig als vermisst gemeldeten, Anna Römer
sichergestellt. Für die Hauptkommissare Max Ballauf (Klaus J.
Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) liegt nahe: Es gibt einen
Zusammenhang mit dem Mordfall Sarah Stellwag. Beide Mädchen waren in
Leipzig verschwunden und in Köln wieder aufgetaucht.

Zur selben Zeit an einem unbekannten Ort: Peter Bransky frisiert
und schminkt Anna Römer – und zwar exakt nach dem Ebenbild der
Mädchenfotos, die seinen Frisierspiegel zieren. Was hat er mit Anna
vor? Und was ist mit den Mädchen auf den Fotos geschehen? Als drei
Mädchenleichen aus dem Rhein gefischt werden, erhärtet sich für die
Ermittler der Verdacht, dass sie es mit einem Serientäter zu tun
haben. Die Abstände, in denen er zuschlägt, werden immer kürzer.
Maximal zwei bis drei Tage bleiben Ballauf und Schenk, um Anna Römer
lebend zu finden. In dieser Situation erhalten sie Unterstützung von
ihren Kollegen Saalfeld (Simone Thomalla) und Keppler (Martin Wuttke)
aus Leipzig. Dort hatten die vier bereits im Fall der verschwundenen
Mädchen gemeinsam ermittelt. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Donnerstag, 13. Oktober 2016 (Woche 41)/30.08.2016

13.15 Planet Wissen

Götz W. Werner: dm-Gründer kämpft für ein Grundeinkommen

Er sei Zahnpastaverkäufer, sagt Götz W. Werner, der Gründer der
Drogeriemarktkette dm. Seinen ersten Markt eröffnete er 1973 in
Karlsruhe, heute betreibt dm über 3.000 Filialen in zwölf
europäischen Ländern und ist laut Umfragen der beliebteste Händler
Deutschlands. Götz W. Werner ist ein Querdenker: Er führte den
Drogeriediscout ein, stellt seine Mitarbeiter und Kunden in den
Mittelpunkt und sagt: Unternehmen sind für Menschen da – nicht
umgekehrt. Seit Jahren wirbt Werner für seinen großen Traum von einem
bedingungslosen Grundeinkommen. Wie dies in der Praxis funktionieren
könnte, erklärt Werner bei „Planet Wissen“. Außerdem berichtet
Michael Bohmeyer über sein Projekt „Mein Grundeinkommen“, für das er
Geld sammelt und es als Grundeinkommen für ein Jahr verlost.

Tagestipp

21.00 Heimatglühen

Moderation: Max Peter

Folge 1/3

„Heimat lebt“ ist das Motto des neuen Magazins „Heimatglühen“ im
SWR Fernsehen. Die dreiteilige, jeweils 45-minütige Sendereihe
präsentiert Menschen, Geschichten und Orte im Südwesten, die
Tradition und modernen Stil auf besondere Art verbinden. Die neue
Heimatliebe boomt in vielen Bereichen des Lebens: Traditionsstile
mischen sich mit modernem Design, Heimatklang trifft Rapmusik,
Trachtenmode trifft Fashion. Genuss geht neue Wege. Hier treffen Alt
und Neu, Tradition und Moderne aufeinander und verbinden dabei
Generationen. Diesem Phänomen ist „Heimatglühen“ auf der Spur.
Moderator der Sendung ist Maximilian Peter. Peter ist ein neues
Gesicht im Fernsehen. Der begeisterte Hockeyspieler und Trainer wurde
1983 in Heidelberg geboren und studierte dort auch Germanistik und
Musikwissenschaften. Zu seiner neuen Aufgabe sagt er: „Heimat ist da
wo das Herz ist. Jeder hat seine eigene Heimat, jeder liebt seine
Heimat und ich will den Zuschauern gerne das Gefühl geben was Heimat
bedeutet, was Heimat ist – und das machen wir jetzt hier.“

Themen der Sendungen sind u. a.:

Rockabilly meets Dorfidyll:

Bei den Blatters dreht sich alles ums Haar, und am liebsten nur um
das männliche. Denn Peter und Johannes Blatter sind nicht nur Vater
und Sohn, sie sind auch das Powergespann in der Barber Stube in
Lichtenau. Hier kommen nur Männer rein. Wer seine Frisur oder seinen
Bart bei den Blatters in ihrem im 20er Jahre Stil eingerichteten
Männer-Beautysalon pflegen lässt, bekommt zur Entspannung erstmal ein
Bier oder einen Whiskey gereicht.

Winzerin 3.0

Juliane Eller ist eine der jüngsten Winzerinnen Deutschlands. Mit
gerade mal 23 Jahren ist sie in das Weingut ihrer Eltern
eingestiegen. Sie hatte nur eine Bedingung: Sie darf den
konventionellen Weinanbau auf ökologisch umstellen. Das macht sie
jetzt! Juliane ist aber nicht nur Kellermeisterin. Sie weiß auch,
dass die Vermarktung des Weines wichtig ist. Namen und
Etikettendesign ihres Weines stammen von ihr selbst. Und sie will
noch etwas anders machen als ihre Eltern: Gemeinsam mit vier anderen
Winzern will sie das Weinbaugebiet Alsheim bekannt machen. Das soll
mit Kooperationen und Weinfesten gelingen. Denn die junge
Winzergeneration will nicht gegeneinander, sondern miteinander
arbeiten.

Ein Bonbonmacher zwischen Hard Rock und Zuckerguss:

Rock-Bonbons – alles, was Thomas Krämer liebt. Der gelernte
IT-Fachmann und Rockmusik-Fan investiert seine Zeit am liebsten in
die kleinen klebrigen Süßigkeiten: Bonbons, oder wie er sie nennt:
Hard Rocks. Der 50-Jährige hat dieses Jahr in Kaiserslautern die
erste und einzige Bonbonmanufaktur der Stadt eröffnet. Hier werden
Bonbons noch so hergestellt wie vor 150 Jahren.

Freitag, 14. Oktober 2016 (Woche 41)/30.08.2016

13.15 Planet Wissen

Kapitalismus am Ende? Erstsendung: 31.05.2016 in SWR/SR

Vor 250 Jahren kam er in die Welt, heute können wir uns ein Leben
ohne ihn kaum noch vorstellen: Der Kapitalismus hat jeden Winkel
unseres Lebens erreicht, bestimmt die Wirtschaft, die Politik, unser
Privatleben. Der Kapitalismus hat uns Wohlstand, Demokratie und eine
höhere Lebenserwartung gebracht – doch er braucht ständiges Wachstum,
um zu existieren. Das Credo: Immer mehr, immer schneller, immer
weiter. Viele Menschen halten mit diesem Tempo nicht mehr Schritt –
und auch die Ressourcen der Erde geraten an ihre Grenzen.

Das einstige Erfolgsmodell steckt in der Krise. Doch was genau ist
das eigentlich, der Kapitalismus? Wie und wo hat das alles
angefangen? Und was sind mögliche Alternativen?

Gast im Studio: Ulrike Herrmann, Wirtschaftsjournalistin und
Autorin („Der Sieg des Kapitals: Wie der Reichtum in die Welt kam“)

Schaltgast: Hartmut Rosa, Professor für Allgemeine und
Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
sowie Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt

20.15 Expedition in die Heimat

Im Hinterland des Bodensees

Moderation: Annette Krause-Schmidt

Die Reisereportage des SWR führt dieses Mal an den Bodensee.
Moderatorin Annette Krause besucht die Region zwischen Kressbronn am
Bodensee und Kisslegg im Allgäu. In Kressbronn wird sie bei ihrer
Anreise per Schiff am Landungssteg vom Musikverein musikalisch
empfangen. Das Besondere daran ist, dass der erst 27-jährige
Bürgermeistermeister Daniel Enzensperger im Verein mitspielt. Bei
einem Ortsrundgang zeigt er ihr, wie schön seine Gemeinde ist und
welch große Aufgaben dort auf ihn warten. Ganz in der Nähe liegt auch
der größte Binnenhafen Deutschlands. Hafenmeister Hubert Grassel
weiß, weshalb Gohren so beliebt bei Seglern ist. Die Erforschung des
Bodensees ist Aufgabe des Seenforschungsinstituts Langenargen. Auf
dem Schiff Kormoran nehmen die Wissenschaftler regelmäßig Proben und
untersuchen die Wasserqualität. Geforscht wird auch ganz in der Nähe
am Degernsee und am Schleinsee. Das Team um Dr. Martin Mainberger hat
hier 6.000 Jahre alte Pfahlbausiedlungen entdeckt.

Die idyllische Landschaft im Hinterland des Bodensees ist auch die
Heimat von Landfrau Maria Gührer. Die Gewinnerin aus der SWR Sendung
„Lecker aufs Land“ nimmt ihre Gäste gerne mit auf eine
Kapellenrundfahrt in der Pferdekutsche. In Amtzell besucht Annette
Krause die Vogler““sche Hammerschmiede. Der Schmied Hans Ortlieb hält
das historische Kleinod am Laufen und gibt regelmäßig Führungen. Am
Zusammenschluss der Oberen und Unteren Argen liegt der Ort
Gopperstweiler. Hierhin hat es Spitzenkoch Artur Frick-Renz
verschlagen, der nach vielen Stationen auf der Welt wieder zurück in
seine Heimat wollte. Annette Krause besucht einen Grillkurs in seinem
Gasthof.

Typisch für das Allgäuer Landschaftsbild sind die vielen
vereinzelt gelegenen Bauernhöfe. Ihre Milch liefern viele in die
Leupolzer Emmentalerkäserei, die neuerdings sogar koscheren Käse für
ein französisches Rabbinerkloster herstellt. Wirklich sehenswert ist
in Kisslegg das Neue Schloss, das für seine Kunstausstellungen
weithin bekannt ist.

Der Künstler Andreas Scholz hat sein Atelier im nahegelegen Hofgut
Dürren, das der Farny-Brauerei gehört. Im ehemaligen Wohnhaus des
Politikers Oskar Farny lagern nicht nur seine Kunstwerke, sondern
auch noch viele Spuren großer Staatsmänner wie Konrad Adenauer oder
Heinrich Lübke, die hier zu Besuch waren.

„Expedition in die Heimat“ ist die Reisereportage im SWR
Fernsehen. Die Moderatoren besuchen die schönsten Regionen im
Sendegebiet. Spektakuläre Luftbilder, spannende Geschichten und vor
allem faszinierende Menschen – das ist die attraktive Mischung dieser
„modernen Heimatkunde“.

Samstag, 15. Oktober 2016 (Woche 42)/30.08.2016

21.50 Liebe am Fjord – Das Ende der Eiszeit Spielfilm Deutschland
2011 Erstsendung: 25.03.2011 in Das Erste Autor: Martin Rauhaus

Rollen und Darsteller:

Pernille Sörenbrandt____Senta Berger Annika Sörenbrandt____Sandra
Borgmann Henrik Sörenbrandt____Thure Lindhardt Mika____Philipp
Langenegger Herr Österbro____Axel Siefer Frau Österbro____Petra
Weifenbach Ole____Alexander Wüst Inga____Jodie Leslie Ahlborn
Sekretärin____Annabelle Krieg Herr Brönskvart____Ragnar Holen und
andere Kamera: Daniel Koppelkamm Musik: Andy Groll

Aus dem Nichts heraus hat die clevere Unternehmerin Annika
Sörenbrandt (Sandra Borgmann) in Oslo den landesweit größten
Online-Buchhandel aufgebaut. Für ihre Mutter Pernille (Senta Berger),
die sich nach einem schweren Treppensturz nur langsam erholt, ist im
Leben der viel beschäftigten Managerin kein Platz. Nur widerwillig
reist sie ins provinzielle Fjærland, um der Hilfsbedürftigen etwas
unter die Arme zu greifen. Annika hat ihrer Mutter bis heute nicht
verziehen, dass die Familie vor 25 Jahren auseinandergebrochen ist
und Pernille seither keinen Kontakt zu ihr aufgenommen hat. Bei ihrer
Ankunft in dem als „Bücherdorf“ bekannten Ort erlebt Annika eine
Überraschung: Ihr jüngerer Halbbruder Henrik (Thure Lindhardt), den
sie als Kind das letzte Mal sah, ist nicht wie andere junge Männer.
Er leidet an einer Form von Autismus, die ihn zu erstaunlichen
Gedächtnisleistungen befähigt.

Henrik ist ein wandelndes Lexikon, doch er hat das Gemüt eines
Kindes, das abgeschottet in seiner eigenen Welt lebt. Durch die Nähe
zu ihrem Halbbruder taut allmählich auch das Eis zwischen Tochter und
Mutter. Annika kann nun nachfühlen, wie mühevoll es für Pernille ist,
sich tagtäglich um Henrik zu kümmern, der schon mehr als einmal fast
das Haus abgefackelt hätte. Dabei beginnt sie auch zu verstehen, dass
ihre Mutter sie all die Jahre schmerzlich vermisste. Das Rätsel,
warum sie niemals Kontakt zu ihrer Tochter aufnahm, wird dadurch nur
umso größer. Der Schlüssel zu diesem Geheimnis findet sich in
Pernilles Tagebuch, aus dem Annika endlich erfährt, welch große Bürde
ihre Mutter zeitlebens tragen musste.

Senta Berger und Sandra Borgmann treten in diesem sensibel
inszenierten Melodram als Mutter und Tochter auf, die einen
folgenschweren Familienkonflikt austragen. In der Rolle des Autisten
setzt Thure Lindhardt, bekannt aus dem Kinohit „Was nützt die Liebe
in Gedanken“, schauspielerische Akzente. Die atemberaubende
Fjordlandschaft Norwegens verleiht dem psychologisch stimmigen Film
über das Schicksal zweier starker Frauen eine ganz eigene Atmosphäre.

Pressekontakt: Svenja Trautmann, Tel 07221/929-22285,
svenja.trautmann@SWR.de

Original Content von: SWR – S?dwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 30. August 2016.

Tags:

Categories: Vermischtes

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