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Nur noch 19.942 Apotheken in Deutschland: Immer mehr Inhaber geben auf

Mit nur noch 19.942 Apotheken erreicht die Arzneimittelversorgung
in Deutschland am Ende des ersten Quartals 2017 einen neuen
Tiefpunkt. Mit 32 Neueröffnungen und 113 Schließungen ergibt sich ein
Rückgang der Apothekenzahl um -81 innerhalb von drei Monaten (Ende
2016: 20.023). Im ersten Quartal 2016 war nur ein Rückgang um -59
Apotheken zu verzeichnen gewesen (30 Neueröffnungen und 89
Schließungen). Das ergeben aktuelle Berechnungen der ABDA –
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Besonders auffällig
ist der Verlust an selbständigen Apothekeninhabern, deren Zahl in den
ersten drei Monaten des Jahres um -128 sank. Der Zuwachs an Filialen
um +47 lässt dies nicht offensichtlich erscheinen, da ehemalige
Selbständige zum Teil als angestellte Filialleiter weiterbeschäftigt
werden. In Deutschland gilt das Fremd- und Mehrbesitzverbot, das es
Apothekern erlaubt, neben der Hauptapotheke maximal noch drei
Filialen in enger räumlicher Nähe bei voller Verantwortungsübernahme
zu betreiben.

„Immer mehr Apotheken müssen schließen. Die Neueröffnungen können
diesen Abwärtstrend leider immer weniger aufhalten“, sagt Friedemann
Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher
Apothekerverbände: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der
örtliche Verdrängungswettbewerb und die schwierige Nachwuchssuche
können Gründe sein, um die eigene Apotheke schließen zu müssen. Die
aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass immer mehr Inhaber entweder
ihre Apotheke schließen müssen oder als Filialapotheke verkaufen.
Immer mehr selbständige Apotheker verlieren offenbar das Vertrauen in
die Zukunft. Wir gehen davon aus, dass dabei auch die neue Situation
nach dem EuGH-Urteil zur Arzneimittelpreisbindung aus dem Herbst eine
Rolle spielt. Dieser Verlust an selbständigen Apothekern schmerzt
deshalb besonders, weil Freiberuflichkeit und Gemeinwohlpflicht
unzertrennbar miteinander verbunden sind. Jeder Inhaber trägt die
volle Verantwortung und gibt der Apotheke ein Gesicht.“ Schmidt
weiter: „Zum Glück haben wir noch eine flächendeckende Versorgung.
Ein harter Preiswettbewerb mit ausländischen Versandhändlern bei
rezeptpflichtigen Medikamenten wird allerdings den Abwärtstrend
beschleunigen. Deshalb brauchen wir ein Verbot des Versandhandels mit
diesen Arzneimitteln.“

Einen O-Ton von ABDA-Präsident Schmidt zum Rückgang der
Apothekenzahl im 1. Quartal 2017 finden sie hier:

http://ots.de/4BR3I

Weitere Informationen unter www.abda.de

Pressekontakt:
Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, 030 40004-132, r.kern@abda.de

Christian Splett, Pressereferent, 030 40004-137, c.splett@abda.de

Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverb?nde, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 12. Mai 2017.

Tags: ,

Categories: Bilder, Handel

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