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Mittelbayerische Zeitung: Mittelbayerische Zeitung (Regensburg) zu Rechtsmedizin/Leichenschau

Die nachträglich aufgeklärten Tötungsdelikte in
der Oberpfalz lassen erahnen: Der perfekte Mord scheint immer wieder
zu gelingen. Seit vielen Jahren weisen Rechtsmediziner in Deutschland
auf Mängel bei der Leichenschau hin und nennen eine Dunkelziffer von
bis zu 2000 unentdeckter Tötungsdelikte – und das im Jahr! Doch den
Hausärzten kann man dafür nicht die Schuld in die Schuhe schieben.
Wie sollen sie durch eine äußerliche Untersuchung erkennen, dass etwa
ein Medikament in mörderischer Absicht zu hoch dosiert wurde,
insbesondere dann, wenn das Opfer krank und betagt ist? Hier wird den
Medizinern Unmögliches abverlangt. So ist es verständlich, dass sie
die unliebsame Aufgabe gerne loswerden wollen. Sollte das
Vier-Augen-Prinzip bei der Leichenschau, das nun in Bremen in einem
Modellversuch getestet wird, tatsächlich eine höhere Zahl von
Gewalttaten ans Licht bringen, herrscht Handlungsbedarf in allen
Bundesländern. Mehr Rechtsmediziner werden auch in Zukunft keine Tat
verhindern, aber sie können mehr Täter aufspüren.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

Original-Content von: Mittelbayerische Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. April 2017.

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