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Ein Schutzwall für Europa? 3sat über den Schutz der Grenzen (FOTO)

Donnerstag, 4. Mai 2017, ab 20.15 Uhr, 3sat
Erstausstrahlung

Europa wird in den nächsten zehn Jahren seine Grenzverteidigung
weiter ausbauen. Neben Mauern und Zäunen sollen künftig
High-Tech-Systeme die Grenzen sichern. Mindestens 2000 Milliarden
Euro würde es kosten, die 7721 Kilometer Landesgrenzen des
Schengen-Raums einzuzäunen. Doch können Mauern und
Hochsicherheitszäune Europa vor illegaler Einwanderung, Kriminellen
und Terroristen schützen? Das versucht Guillaume Pitron in seiner
Dokumentation „Ein Schutzwall für Europa“ herauszufinden. Im
Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel in „scobel – Reset
Europa!“ Visionen für einen Neuanfang Europas.

Der Zaun der spanischen Exklave Melilla in Nordafrika ist mehr als
sechs Meter hoch. 2005 wurde der elf Kilometer lange Zaun für 33
Millionen Euro modernisiert: Insgesamt drei Barrieren, die geneigt
und mit speziellen Gittern versehen sind, sollen es unmöglich machen,
ihn zu überwinden. Mehr als 300 Polizisten stehen auf der spanischen
Seite. Der Zaun in Melilla ist Europas deutlichstes Signal an die
Außenwelt, dass es für sich bleiben will.

Doch manchen gelingt der Sprung über den Zaun; mehr als 1000
Menschen haben es allein am 28. Mai 2014 versucht, 400 kamen durch.
Dass solche Grenzsicherungen vor allem teuer sind, beweist die Secure
Border Initiative (SBI), ein Programm, das die USA 2007 auf
Initiative des damaligen Präsidenten George W. Bush ins Leben riefen
und bei dem die Grenzen mit Radar-Überwachung, Kameras und
Bewegungsdetektoren gesichert werden sollten. 2011 wurde SBI
aufgegeben. Bis dahin hatte das Projekt den Steuerzahler mehr als
eine Milliarde Dollar gekostet – und dabei nur 85 Kilometer
abgedeckt. Das zeigt: Die Grenzsicherung ist auch ein äußerst
lukratives Geschäft für die Unternehmen, die die Sicherheitstechnik
liefern.

In 3sat steht der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um
jeweils 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante Fragen aus
Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss um
21.00 Uhr diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen das Thema
weiterführend.

Der Video-Stream der Doku und weitere Informationen:
http://ly.zdf.de/GJLRJ/

Ansprechpartnerin: Marion Leibrecht, Telefon: 06131 – 70-16478;
Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon:
06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/wad

Pressekontakt:
Zweites Deutsches Fernsehen
HA Kommunikation / 3sat Pressestelle
Telefon: +49 – (0)6131 – 70-12121

Original-Content von: 3sat, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 28. April 2017.

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Categories: Bilder, Medien & Unterhaltung

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