iinews – Der mobile Newsdienst



« | »

Die neue Gründergeneration ist 50 plus…

Die Anzahl der Unternehmensgründungen nimmt ab, weil sich die Arbeitsmarktlage positiv entwickelt und der Anreiz daher geringer ausfällt. Ein spezieller Bereich von Gründungen boomt jedoch. Der Anteil der älteren Gründer wächst. Mike Warmeling, Geschäftsführer der Warmeling Consulting Unternehmensgruppe ( www.warmeling.consulting), hat sich mit seinen Geschäftskonzepten in Lizenz auf diese Zielgruppe spezialisiert.

Redaktion: Herr Warmeling, woran liegt es, dass ausgerechnet die Älteren – gegen den Trend -zunehmend vom Gründergeist erfüllt sind?

Mike Warmeling: Das hat mehrere Ursachen. Im Rahmen des Change-Managements verlieren auch berufserfahrene Angestellte in Führungspositionen ihre Anstellung. Um der eigenen Qualifikation gerecht zu werden und ein angemessenes Einkommen zu erzielen, machen sich diese Führungskräfte lieber selbstständig. Sie wollen nicht in einer weniger attraktiven Anstellung „kleine Brötchen“ backen. Die über 60-Jährigen suchen häufig auch nach einer neuen Aufgabe, weil sie noch längst nicht in den Ruhestand gehen wollen. Unternehmerisch tätig zu werden entspricht ihrem Wunsch, endlich selbstbestimmt zu arbeiten.

Red.: Der KfW-Gründungsmonitor hat schon vor 2 Jahren vorhergesagt, dass die 45- bis 55-Jährigen bald die gründungsaktivste Gruppe der Bevölkerung sein werden. 2016 hatten neun Prozent aller frisch gegründeten Unternehmen einen Chef, der älter als 55 ist. Wird sich diese Entwicklung fortsetzen?

Mike Warmeling: Ja, das zeigt sich besonders deutlich im Franchise- und Lizenzbereich. Ältere Gründer nutzen gerne erprobte Konzepte mit einem überschaubaren Invest. Sie wollen natürlich Ihre Altersvorsorge nicht aufs Spiel setzen. Im Gegenteil. Ihr Interesse ist es, ein hohes Einkommen zu erzielen und Vermögen zu bilden.

Red. Wie stellen Sie sich auf diese Anforderungen ein?

Mike Warmeling: Wir bieten z. B. ein Geschäftskonzept im Bereich Verlag und Medien an, mit dem Gründer sofort im Home-Office starten können. Sie werden intensiv geschult, bekommen Marketinginstrumente wie Website und Werbematerialien und werden über die Gründung hinaus gecoacht. Außerdem steht ihnen unser Back-Office zur Verfügung, damit sie sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können. Für all diese Leistungen wird eine einmalige Lizenzgebühr fällig. Das ist ein realistisch zu kalkulierendes Risiko, auch wenn man nur noch zehn bis fünfzehn Jahre unternehmerisch tätig sein will.

Red. Unter „Gründern“ stellt man sich immer jung-dynamische Start-up-Typen vor. Wie sind Sie darauf gekommen, sich gezielt auf ältere Existenzgründer zu konzentrieren?

Mike Warmeling: Ehrlich gesagt, die älteren Gründer sind zunächst auf uns zugekommen. Mit unseren Geschäftskonzepten haben wir offensichtlich die passenden Rahmenbedingungen geschaffen, die sich ältere Gründer wünschen. Wir haben uns der Nachfrage angepasst und unsere Konzepte entsprechend weiterentwickelt.

Red. Gibt es Unterschiede zwischen jüngeren und älteren Gründern?

Mike Warmeling: Die älteren Gründer gründen kostenbewusster. Und sie verfügen über eine bessere Selbsteinschätzung. Sie wissen genau, was sie können und welches Engagement nötig ist, um erfolgreich zu werden.

Red. Warum ist dann ein Coaching nötig?

Mike Warmeling: Wer Jahrzehnte lang angestellt tätig war, hat entsprechende Einstellungen und Gewohnheiten. Wir unterstützen Gründer dabei, Ihre Unternehmerpersönlichkeit zu entwickeln. Dazu zählt das Coaching zu Fragen wie: Wie motiviere ich mich? Wie schaffe ich eine Balance zwischen Beruf und Privatem? Und natürlich sind wir Ansprechpartner für die fachlichen Skills. Unsere Verkaufsschulung ist z. B. besonders wichtig für Gründer, die in ihrer angestellten Tätigkeit andere fachliche Schwerpunkte hatten.

Red. Was würden Sie einem Interessenten raten, der älter als 50 ist und sich selbstständig machen will?

Mike Warmeling: Wann, wenn nicht jetzt! Mental und physisch sind die neuen Fünfziger die alten Vierziger. Nichts spricht dagegen, die nächsten Jahrzehnte selbstbestimmt tätig zu werden. Mit einem erprobten Geschäftskonzept ist die Chance auf ein erfolgreiches Business um ein Vielfaches höher. Wichtig ist es, ein zukunftsfähiges Konzept auszuwählen. Deshalb haben wir uns auf digitale Medien fokussiert. Wer in diesem Bereich mit Biss durchstartet, wird es schaffen.

Posted by on 28. April 2017.

Tags: , , ,

Categories: Vermischtes

0 Responses

You must be logged in to post a comment.

« | »




Neueste Beiträge


Seiten