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Das Erste / „ttt – titel thesen temperamente“ (hr) am Sonntag, 30. April 2017, um 23:35 Uhr

Geplante Themen:

„Homo Deus – Eine Geschichte von morgen“ – „ttt“ über Yuval Noah
Harari und die Evolution im Turbo-Modus / Die Zeitenwende kommt,
schneller als wir denken können. Größer, radikaler als die
Industrielle Revolution, sagt der israelische Historiker Yuval Noah
Harari in seinem neuen Buch „Homo Deus – Eine Geschichte von morgen“.
„ttt – titel thesen temperamente“ hat Yuval Noah Harari an seiner
Universität in Jerusalem besucht und ihn nach seinen Erkenntnissen
und den Möglichkeiten einer demokratischen Zukunftsentwicklung
befragt. Die digitale Transformation, der gesamte technologische
Wandel führe nicht nur zu beschleunigten Innovationen unserer
Lebensumstände, unserer Beziehungen, unserer Jobs und sogar unserer
Körper – nein, so Harari, wir seien auf dem Weg zu einer neuen
Spezies, dem „Homo Deus“, einem Supermenschen, Nachfolger des
Menschen sozusagen, der Fähigkeiten erlangt, die in traditionellen
Vorstellungen nur Göttern vorbehalten seien. Wir, die Krone der
Schöpfung, Menschen wie du und ich – das war einmal. Mit Hilfe von
Bioengeneering, Cyborgs und anorganischem Leben würde der „Upgrade“
zum Supermenschen vonstatten gehen. Sie hätten physische und
kognitive Fähigkeiten, die unseren heutigen weit überlegen wären.
Besseres Gedächtnis, höhere Intelligenz, stärkere, widerstandsfähige
Körper. „Ich glaube, dass die wichtigsten Produkte der Ökonomie des
21. Jahrhunderts nicht mehr Autos, Textilien und Esswaren sein
werden“, so Harari, „sondern Körper und Gehirn und Bewusstsein, also
künstliches Leben“. Fragt sich nur, in welcher Gesellschaft die
Supermenschen dann leben werden. „Vielleicht bewegen wir uns auf eine
Zukunft zu, in der ein kleiner Teil der Menschheit gottähnliche
Fähigkeiten erlangt, während die allermeisten Menschen
zurückbleiben“, sagt Harari. Eine neue „Klasse der Nutzlosen“ könne
entstehen, die mit einem universellen Basiseinkommen versorgt würden
und deren Suche nach Lebenssinn mit Computerspielen in virtuellen
Welten befriedigt werden könnte. Wer wissen wolle, wie es sei, wenn
wir nicht mehr die dominante Spezies auf dem Planeten sein sollten,
müsse sich nur unseren Umgang mit minderkomplexen Tieren betrachten.
Horrorszenarien stehen da in Hararis prophetischen Analysen vor
unserer Tür. Dabei könnte es das erste Mal in der Geschichte der
Menschheit auch die Tür zum Paradies sein. Technologische
Entwicklungen, die den Menschen von Hunger, Krieg, Krankheit und
lästiger Arbeit befreien. Was zu einer menschwürdigen Entwicklung
fehlt, ist eine wirkmächtige, eingreifende Politik, die tragbare
Zukunftsentwürfe entwickelt. Visionen von hochentwickelten
Gesellschaften, in denen Demokratie, Individualrechte,
Rechtsstaatlichkeit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Freiheit die
zentrale Rolle spielen. Statt technoiden Milliardären im Silicon
Valley ihre fatale Vorstellung zu lassen, die Technologie selber
würde eine menschliche Gesellschaft hervorbringen, müssten visionäre
Politiker sich beispielsweise mit Yuval Noah Harari beschäftigen.

Außerdem bei „ttt“:

„Von Athen lernen“ – Krisenporno oder Kunstereignis? Ein
Zwischenbericht von der documenta 14 / „ttt“ sieht sich mit den
beiden griechischen documenta-Künstlern Andreas Angelidakis und
Alexandra Bachzetsis in Athen um und fragt, was können wir „von Athen
lernen“?

Wolfgang Tillmans – Der große deutsche Fotokünstler in der Tate
Modern in London / „ttt“ war mit Tillmans in London unterwegs und hat
ihn in seinem Berliner Atelier bei den Vorbereitungen zu seiner
kommenden Ausstellung in der Baseler Fondation Beyeler getroffen.

Was ist in Syrien wirklich los? – Michael Lüders und sein neues
Buch „Die den Sturm ernten“ / „ttt“ hat Lüders in Berlin getroffen
und mit ihm über seine heiß diskutierten Thesen über die Ursachen des
Syrien-Krieges gesprochen.

Chimäre einer Liebe – Volker Schlöndorffs „Rückkehr nach Montauk“
/ „ttt“ hat mit Volker Schlöndorff über seine große
Männerfreundschaft zu Max Frisch und den persönlichsten seiner Filme
gesprochen.

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Evelyn Fischer

Redaktion: Edith Lange, Christine Romann und Anke Schnackenberg
(hr)

Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 23876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de

Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 28. April 2017.

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Categories: Kunst & Kultur

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