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Allg. Zeitung Mainz: Wirkung / Kommentar zu Martin Schulz / Von Mario Thurnes

In der Rüge des EU-Parlaments gegen seinen
ehemaligen Präsidenten Martin Schulz ist die Wirkung größer als die
Sache selber. Wenn er, wie ihm vorgeworfen wird, Mitarbeiter zu gut
hat bezahlen oder zu schnell hat befördern lassen, dann wäre das
falsch. Allerdings dementiert Schulz die Vorwürfe. Und mit der Rüge
sind diese auch noch nicht bewiesen. Die politische Absicht hinter
der Abstimmung ist zudem recht einfach zu erkennen. Außerdem handelt
es sich um Vorfälle, die in Behörden immer wieder vorkommen, ohne
dass dies zu großen Erschütterungen führt. Der Fall Schulz hat aber
noch einen anderen Aspekt: Die Debatte wird den deutschen Wahlkampf
beeinflussen. Denn sie kratzt an der Legende vom einfachen Mann aus
dem Volk, der in der Politik aufräumen will. Dass die SPD allerdings
versucht hat, Schulz als neues Gesicht zu verkaufen, obwohl er unter
anderem fünf Jahre Präsident des europäischen Parlaments war – das
war schon dreist. Und letztlich zum Scheitern verurteilt. Denn wer so
lange wie Schulz in der Politik war, der hat gewirkt und mit hoher
Wahrscheinlichkeit auch Fehler gemacht. Und sei es, dass er
Mitarbeiter zu schnell hat befördern oder zu gut hat bezahlen lassen.
Diese Vorwürfe wirken sich längst schon auf den Wahlkampf aus, da
auch die andere Legende entzaubert wurde, welche die SPD um ihren
Kandidaten hat aufbauen lassen: Die vom Überflieger, der die
Konkurrenz einfach hinter sich lässt. Es waren die Saarländer, die
ihn unsanft haben landen lassen. Seitdem normalisieren sich die
Prognosen für die Bundestagswahl.

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Wolfgang Bürkle
Newsmanager
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de

Original-Content von: Allgemeine Zeitung Mainz, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. April 2017.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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